Glasfaserausbau in Deutschland: Verbraucherschützer warnen vor einseitiger Kostenverteilung

4 months ago 6

Der Glasfaserausbau in Deutschland soll weiter Fahrt aufnehmen. Das Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung hat hierzu Änderungsvorschläge für das Telekommunikationsgesetz vorgelegt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband nimmt dazu nun kritisch Stellung.

Deutschland hinkt demnach bei der Glasfaserversorgung im europäischen Vergleich deutlich hinterher. Die EU-Kommission hat als Zielmarke eine flächendeckende Glasfaserversorgung bis 2030 ausgegeben. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, plant die Bundesregierung nun verschiedene gesetzliche Anpassungen.

Die Verbraucherschützer unterstützen zwar grundsätzlich die Beschleunigung des Netzausbaus, warnen jedoch vor einer unausgewogenen Verteilung der Kosten. Schon heute stemmen die Verbraucher wohl einen erheblichen Teil der Umstellungskosten auf die moderne Glasfasertechnologie. Eine weitere finanzielle Belastung der Endkunden sehen die Verbraucherschützer kritisch.

Ein zentraler Punkt der Kritik richtet sich gegen das Glasfaserbereitstellungsentgelt. Die Verbraucherschützer fordern dessen Abschaffung und plädieren stattdessen für eine stärkere Beteiligung der Gebäudeeigentümer an den Ausbaukosten. Auch beim geplanten Vollausbau in Wohngebäuden sehen die Experten Handlungsbedarf: Die freie Anbieterwahl für einzelne Mieter müsse gewährleistet bleiben.

Die geplante Abschaffung der Konzernklausel bereitet den Verbraucherschützern ebenfalls Sorgen. Sie befürchten, dass einzelne Unternehmen ihre Marktmacht missbrauchen könnten, was letztlich zu höheren Kosten für die Verbraucher führen würde.

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