Geekom bringt in diesem Jahr seine ersten Notebooks auf den Markt. Der Hersteller ist bislang in erster Linie für seine Mini-PCs bekannt, von denen wir hier im Blog auch schon einige ausprobiert haben. Nun sind aber eben einmal Notebooks an der Reihe, und zwar in Form der GeekBook X16 Pro (16 Zoll) und X14 Pro (14 Zoll). Mir liegt für einen Test das größere X16 Pro vor, sodass ich meine Erfahrungen mit diesem Gerät mit euch teilen möchte.
Das Geekom GeekBook X16 Pro ist zwar etwas größer als das X14 Pro, doch es hat dafür einen technischen Nachteil. Während das zuletzt genannte Modell nämlich ein OLED-Display nutzt, muss das X16 Pro mit einem LC-Bildschirm mit zudem etwas niedrigerer Auflösung vorliebnehmen. Gemeinsam haben beide Modelle, dass es zwei unterschiedliche Varianten gibt. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der verbauten CPU und der Menge des SSD-Speicherplatzes. Mir hat für meinen Test das GeekBook X16 Pro mit dem Intel Ultra 9 185H, 32 GByte LPDDR5-RAM und 2 TByte Kapazität vorgelegen.
Spezifikationen des Geekom GeekBook X16 Pro
| CPU | Intel Ultra 9 185H Prozessor, TDP 35W |
| Speicher | LPDDR5, 32GB, bis zu 7500MT/s |
| Speicherplatz | 1 × M.2 Type 2280 Key M SSD, unterstützt PCI-e Gen4, bis zu 4 TB |
| GPU | Intel Arc Grafik |
| NPU | Intel AI Boost, Gesamthöchstleistung: 35 TOPS |
| Display Panel | 16 Zoll IPS LCD (16:10), Auflösung: 2560 × 1600, 120 Hz Bildwiederholrate, Schnittstelle: eDP |
| I/O Anschlüsse | 1× USB 4.0, 1× USB-C 3.2, 1× HDMI 2.0, 2× USB-A 3.2, 1× 3,5mm Kopfhörer / Mikrofon-Kombination, 1× microSD-Slot |
| Systemstatusanzeige | Power-Anzeige: Weiß (Power On), Weißes Atmen (MS), Orange (Laden), Blinkend Orange (<10% Akku); Tastaturbeleuchtung: Weiß, 4 Helligkeitsstufen |
| Kamera | Auflösung: 2M, IR: Optional, Lichtsensor: Unterstützt, LED-Anzeige |
| Mikrofon | 2 Digitale Mikrofone integriert im Kameramodul |
| Lautsprecher | 2 Lautsprecher, Audio-Codec: ALC269QN-VC3-GR, Zertifikat: DTS:X Ultra |
| Power-Taste & Fingerabdruck | Fingerprint: Unterstützt, One-Click-Login, LED Licht: Weißer Ring-LED (Optional) |
| Touchpad | Abmessung: 135 × 90mm, Material: Mylar, Schnittstelle: I2C, Dualpoint-Taste |
| Tastatur | 98 Tasten 1.3±0.2mm, LED-Beleuchtung in der Caps Lock- und Funktionstaste, Sprache: Standard DE |
| Akku | 3S1P, 77 Wh |
| Wireless LAN | PCI-E oder CNVI Schnittstelle, IEEE802.11 a/b/g/n/ac Unterstützung, WiFi 6E – WXT2KM2103 (BT5.4) |
| TPM | Unterstützt fTPM/TPM 2.0 (optional) |
| Sensor | Hall-Sensor, Lichtsensor |
| Betriebssystem | Windows 11 Pro vorinstalliert |
| Adapter | 65W (20V/3.25A) PD GaN Schnellladung, USB-C auf USB-C |
| Kabel | USB-C auf USB-C Kabel, 1,8m |
Regulär kostet das Geekom GeekBook X16 Pro in der erwähnten Version 1.449 Euro – direkt beim Hersteller. Mit dem Code „SNX1610F“ erhaltet ihr jedoch 10 % Rabatt. Dieser Rabattcode sollte ebenfalls bei Amazon.de funktionieren und euch auch dort 10 % Preisnachlass gewähren.
Ausstattung und Verarbeitung
Das Geekom GeekBook X16 Pro nutzt als Chip den erwähnten Intel Ultra 9 185H. Dieser Prozessor zählt immer noch zur Oberklasse, wurde aber bereits Ende 2023 auf den Markt gebracht. Dem Chip stehen ausreichende 32 GByte LPDDR5-RAM und 2 TByte SSD-Speicherplatz zur Seite – plus eine integrierte Arc-GPU. Letztere ist generell eher leistungsschwach und steht z. B. hinter der AMD Radeon 780M zurück, wie sie in vielen Ryzen-Chips zum Einsatz kommt. Gaming ist also hier bestenfalls ein Nachgedanke.
Geekom verwendet für das GeekBook X16 Pro zwar ein Gehäuse aus einer Aluminium- und Magnesiumlegierung, niemand wird es aber mit einem MacBook verwechseln. So wirkt das verwendete Metall, speziell an der Unterseite, etwas zu dünn für meinen Geschmack. Da macht Apple also immer noch keiner etwas vor. Dafür ist der Hersteller aus Cupertino bei entsprechend potenten Modellen auch in einer anderen Preisklasse unterwegs. Mit einem Gewicht von ca. 1,3 kg und einer Dicke von 17 mm macht dieses Notebook mit Windows 11 Pro aber einen sehr schlanken und leichten Eindruck.
Links sitzen dabei am Gerät zwei Ports für USB-C und ein HDMI-Anschluss. Rechts findet ihr zweimal USB-A, den Kartenleser und den Kopfhöreranschluss. In den Powerbutton des GeekBook X16 Pro ist dabei im Übrigen auch ein Fingerabdruckscanner integriert. Das Notebook nutzt eine Tastatur mit QWERTZ-Layout für Deutschland. Darunter sitzt ein großzügiges Touchpad, das flott und zuverlässig reagiert.
Zum LC-Display muss ich sagen, dass die Blickwinkelstabilität gut ist, man aber bei dunklem Bild an den Rändern natürlich Lichthöfe sieht. Das ist bei dieser Technik nicht zu vermeiden. Im regulären Betrieb fällt das nicht auf und die Helligkeit des Screens ist wie die knackige aber ab Werk nicht überzogene Farbwiedergabe ebenfalls stark. Viele Leser werden zudem begrüßen, dass der Screen über 120 Hz Bildwiederholrate verfügt. Im Ergebnis hinterlässt das GeekBook X16 Pro also einen positiven Eindruck.
Praxistest des Geekom GeekBook X16 Pro
Das GeekBook X16 Pro verfügt auch über eine dedizierte Taste für Microsoft Copilot und wird als KI-PC beworben. Das finde ich angesichts der leistungsfähigen, aber veralteten CPU etwas gewagt, denn die neueren Chips von Intel haben gerade bei der NPU Fortschritte gemacht. Aber so sehr auf die Goldwaage, sollte man das Marketing eh nicht legen. Ich konnte dabei in meinem Testzeitraum jedenfalls viel Licht, aber auch einigen Schatten bei diesem Notebook entdecken.
Mein größter Kritikpunkt ist die Kühlung: Die Lüfter des GeekBook X16 Pro sind nicht nur schnell zur Stelle, es reicht z. B. Libre Office zu öffnen, sie erzeugen auch eher hochfrequente Töne und sind somit leicht herauszuhören. Das finde ich schade, denn bei so einem schlanken und leichten Notebook, das ohnehin mit Gaming wenig am Hut hat, würde ich persönlich mir einen leisen Betrieb erhoffen. Die hohe Betriebslautstärke ist also wirklich ein ernsthafter und aus meiner Sicht größter Kritikpunkt.
Dem steht z. B. die hohe Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden in meinem Testzeitraum gegenüber. Geekom selbst spricht gar von bis zu 17 Stunden, das ist aber wohl unter absoluten Idealbedingungen, denn da kam ich nicht ansatzweise ran. Das Arbeiten mit dem GeekBook X16 Pro empfand ich dabei abseits der manchmal störenden Lüfter als sehr angenehm. Die Performance ist butterweich und das angenehm große Touchpad sowie die Tastatur mit Nummernblock machen in Verbindung mit dem 16-Zoll-Display wirklich Spaß.
Ich finde auch, dass man die Anschlüsse gut „dosiert hat“. Beispielsweise reichen die beiden Ports für USB-A aus, um auf Wunsch eine externe Tastatur und eine Maus anzuschließen, einen USB-C-Port könnt ihr zum Laden nutzen, den freien für DisplayPort im Alt-Mode. Dazu bliebe dann noch HDMI 2.0 für den Anschluss eines zweiten, externen Monitors – passt.
Gaming lohnt sich bei diesem Notebook nicht. Klar, ihr könntet ältere Games zum Laufen bringen oder auch Casual-, Indie oder Pixel-Art-Titel auskosten. Doch zum einen fehlt es vor allem der integrierten GPU an Leistung und zum anderen könnt ihr euch dann aufgrund der Lautstärke der Lüfter direkt ein Headset bereitlegen. Da haben selbst ältere PC-Gaming-Handhelds deutlich mehr Leistung. Spiele sollten also nicht euer Augenmerk sein, wenn ihr über den Kauf des GeekBook X16 Pro nachdenkt. Die verbaute Webcam und das Mikrofon sind übrigens „brauchbar“, erwartet hier aber nicht zu viel.
Zum Schluss sei erwähnt, dass hier auch die Wahl des Intel Ultra 9 185H sicherlich die Kosten gedrückt hat, aber etwas fragwürdig ist. So stehen seit 2025 die Nachfolge-Chips zur Verfügung und auf der CES 2026 hat Intel wiederum deren Nachfolger präsentiert. Gewissermaßen wird das GeekBook X16 Pro dadurch unfreiwillig etwas altbacken. Unterschlagen möchte ich auch nicht, dass vorab auf dem Gerät die proprietäre Software Geekom PC Manager installiert ist. Die ähnelt den Tools anderer Hersteller und zeigt euch etwa die CPU-Temperatur und -Auslastung an. Auch bietet der Manager euch einige, in meinen Augen unnötige, Optimierungsoptionen an. Die App lässt sich auf Wunsch auch deinstallieren.
Mein Fazit
Das Geekom GeekBook X16 Pro ist für den Hersteller ein gelungener Start in ein neues Marktsegment. Allerdings gibt es auch Verbesserungspotenzial. So sind die Lüfter des Laptops oft störend und die Verwendung eines leistungsfähigen, aber veralteten Intel Ultra 9 185H trägt vermutlich ebenfalls zur Lautstärke bei, denn die Nachfolger dürften effizienter bzw. leichter zu kühlen sein – hätten aber den Preis nach oben getrieben. Ich hätte mir hier ohnehin eher einen AMD-Chip gewünscht, denn mit einer stärkeren integrierten GPU wäre das Notebook ein besserer Allrounder gewesen – auch für das ein oder andere Spielchen.
Doch an anderen Stellen punktet das GeekBook X16 Pro. Das verbaute LC-Display ist knackig und farbstark und bietet 120 Hz Bildwiederholrate, was dazu beiträgt, dass das System wirklich flüssig wirkt und flott reagiert. Die Verarbeitung ist gut und auch die Anschlüsse wissen zu überzeugen, selbst wenn Thunderbolt 5 ein echter Kracher gewesen wäre. Mit seinem geringen Gewicht und dem schlanken Metallgehäuse ist dieses Modell auch für den mobilen Einsatz prädestiniert.
Auch die Akkulaufzeit überzeugt, sodass Geekom zum ausgerufenen Preis einen guten Start hinlegt. Ich bin mir sicher, dass man da, ähnlich wie bei den hauseigenen Mini-PCs, noch mit weiteren Generationen dazulernen wird. Bis dahin liefert das GeekBook X16 Pro einen gelungenen Einstieg, dessen Preisentwicklung ihr bei Interesse beobachten solltet.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

1 month ago
4










