Geekom GeekBook X14 Pro: Notebook mit OLED-Display im Test

1 month ago 4

Geekom hat seine ersten Notebooks auf den Markt gebracht. Zum einen hätten wir da das GeekBook X16 Pro, welches ich auch schon ausprobiert habe. Zum anderen gibt es aber noch das GeekBook X14 Pro. Lasst euch hier nicht von der Namensgebung täuschen. Denn das X14 Pro nutzt zwar ein kleineres Display, 14 statt 16 Zoll, hat dem „großen Bruder“ aber gleichzeitig etwas voraus. Denn Geekom verbaut in diesem Fall ein OLED-Display mit höherer Auflösung bzw. Pixeldichte. Das finde ich sehr spannend, sodass ich auch diesen Laptop vorab für euch getestet habe.

Bis auf die Abweichungen beim Bildschirm sind die technischen Daten des Geekom GeekBook X14 Pro weitgehend zum GeekBook X16 Pro identisch. Klar, die Maße des Geräts und auch das Gewicht sind aufgrund des Wechsels von 16 zu nunmehr 14 Zoll ebenfalls geschrumpft. Es kommen aber der gleiche Prozessor und auch eine identische RAM- und SSD-Ausstattung zum Einsatz.

Spezifikationen des Geekom GeekBook X14 Pro

Prozessor Intel Ultra 9 185H Prozessor, TDP 35 Watt
Speicher 32 GByte LPDDR5
Speicherplatz 1× M.2 Type 2280 Key M SSD, unterstützt PCI-e Gen4, bis zu 4 TB
GPU Intel Arc
NPU Intel AI Boost, Gesamthöchstleistung: 35 TOPS
Display Panel 14 Zoll OLED (AMOLED)
2880 × 1800 Auflösung
100 % DCI-P3
450 Nits Helligkeit
Bildwiederholrate: 60 Hz / 120 Hz umschaltbar
Schnittstelle: eDP
I/O Ports 1× HDMI 2.0, 2× USB 4.0 (40 Gbps), 1× USB-A 3.2 Gen1 (5 Gbps), 1× 3,5 mm Kopfhörer/Mikrofon-Kombi
Kamera AN/AUS Schiebeschalter, Auflösung: 2 Megapixel bzw. 1080p
Lichtsensor Unterstützt, 1 × Lichtsensor im Kameramodul
LED-Anzeige Unterstützt, 1 × LED-Anzeige im Kameramodul
Mikrofon 2× Digitale Mikrofone integriert im Kameramodul
Lautsprecher 2× Lautsprecher, 2×3813 (4 Ohm × 2 Watt) eingebaut
Audio-Codec ALC269QN-VC3-GR
Zertifikat DTS:X Ultra
Power-Taste & Fingerabdruck Fingerabdruck: Unterstützt, One-Click-Login, Position: Integriert in die Power-Taste
Touchpad Abmessungen: 120 × 71 mm, Material: Mylar, Position: Mitte, Schnittstelle: I2C, Dualpoint-Taste
Tastatur 78 Tasten 1,2 ± 0,2 mm / Höhe 3,5 ±0,2 mm (mit Hintergrundbeleuchtung), Weiße LED-Beleuchtung in der Caps Lock- und Fn-Taste, Sprache: Standard DE
Batterie 72 Wh
WLAN PCIe oder CNVI Schnittstelle, unterstützt IEEE802.11 a/b/g/n/ac, WiFi 6E – BT 5.4
TPM Unterstützt fTPM/TPM 2.0 (Optional)
Sensoren Hall-Sensor: Unterstützt, 1× Hall-Sensor im I/O-Board, Lichtsensor: Unterstützt, 1× Lichtsensor im Kameramodul
Betriebssystem Windows 11 Pro
Adapter 65 Watt PD GaN Schnellladung, USB-C auf USB-C
Kabel USB-C auf USB-C Kabel, 1,8 m, weiß, PVC

Das Geekom GeekBook X14 Pro gibt es in zwei Varianten. Die Schwächere verwendet den Intel Ultra 5 125H als Chip und kombiniert diesen mit 32 GByte RAM und 1 TByte Speicherplatz. Die stärkere und mir für das Review vorliegende Ausführung setzt auf den Intel Ultra 9 185H, abermals 32 GByte RAM aber auf 2 TByte vergrößerten Speicherplatz. Der Preis für das Notebook mit dieser Ausstattung liegt bei 1.349 Euro – direkt über den Hersteller. Alternativ könnt ihr auch via Amazon.de zuschlagen. In beiden Fällen erhaltet ihr über den Code „CS14PRO10“ im Übrigen aktuell 10 % Rabatt.

Ausstattung und Verarbeitung

Das Geekom GeekBook X14 Pro entspricht in seinem Design im Grunde einer verkleinerten Version des X16 Pro. Allerdings wirkt das Aluminiumgehäuse überraschenderweise im direkten Vergleich auf mich etwas robuster. Eine weitere Abweichung: Im Lieferumfang liegt bei diesem Modell direkt ein kleines Dock bei, das für einen der USB4-Anschlüsse gedacht ist. Die kleine Station besteht ebenfalls aus Aluminium und ergänzt zusätzliche Ports für Ethernet, zweimal USB-A, einmal USB-C und HDMI.

Dem GeekBook X14 Pro fehlt allerdings der microSD-Kartenleser des großen Bruders. Dafür gibt es hier einen physischen Schieber, der eine Abdeckung vor die Webcam setzen kann. Abermals sitzt im Powerbutton gleichzeitig ein verlässlicher Fingerabdruckscanner, den ihr auch zum Einloggen nutzen könnt. Die QWERTZ-Tastatur hat auch bei diesem Notebook eine angenehme Größe und auch das Touchpad empfand ich als flott und zuverlässig. Ich selbst würde allerdings zum Arbeiten persönlich stets eine Maus anschließen.

Mit 999 g ist das Geekom GeekBook X14 Pro merklich leichter als das 1,3 kg schwere GeekBook X16 Pro. Zusätzlich ist es mit 6 mm auch etwas dünner. Das vorinstallierte Windows 11 Pro ist natürlich aktiviert, Bloatware spart sich der Hersteller fast gänzlich, hievt jedoch wieder seinen Geekom PC Manager an Bord. Dieser zickte in meinem Fall übrigens zunächst, sodass ich manuell die neueste Version von der Hersteller-Website zog – anschließend funktionierte die App tadellos. Das habe ich aber nur für diesen Test so gehandhabt, denn ein Muss ist dieses Tool wohl kaum. Ihr seht da die Prozessorauslastung und CPU-Temperatur und könnt mehr oder minder sinnvolle Optimierungen vornehmen.

Wie schon angesprochen, so nutzt Geekom für das GeekBook X14 Pro ein OLED-Display. Das hat Vor- und Nachteile. So setzt man auf ein stark spiegelndes Hochglanzpanel, was die Arbeit bei Gegenlicht erschwert. Auch besteht die Gefahr des Einbrennens. Da kann ich aufgrund meines rund 14-tägigen Testzeitraums nichts Konkretes sagen, es kann aber eben langfristig ein Risiko darstellen. Auf der anderen Seite erhaltet ihr perfekte Schwarz- und Kontrastwerte und ein knackiges Bild mit echtem Wow-Effekt. Zumal das X14 Pro eine höhere Auflösung und Pixeldichte als das X16 Pro erreicht und dadurch noch schärfer wirkt. 120 Hz Bildwiederholrate? Ebenfalls für eine flüssige Darstellung an Bord.

Direkt heraus: Das OLED-Display ist genial. Auch die Blickwinkelstabilität ist vorbildlich. Schon eine geile Sache, auch um unterwegs mal einen Film anzusehen. Mein Tipp: Achtet auf ein paar Dinge, um das Burn-in-Risiko zu senken. Richtet etwa ein, dass sich die Taskbar automatisch ausblendet, wenn sie nicht genutzt wird, ballert die Helligkeit nicht permanent auf das Maximum, verwendet den Dunkelmodus und blendet Menüleisten aus, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Das sind kleine Dinge, die im Zweifelsfall große Auswirkungen haben können.

Praxistest des Geekom GeekBook X14 Pro

Kurios: Beim Geekom GeekBook X16 Pro hat mich die Betriebslautstärke doch sehr gestört. Die schnell anspringenden und deutlich wahrnehmbaren Lüfter sind mein größter Kritikpunkt an jenem Notebook von Geekom. Das Geschwistermodell GeekBook X14 Pro schafft es tatsächlich, diesen Aspekt zu relativieren. Tatsächlich springen die Lüfter auch hier eher forsch an, sind aber nicht nur deutlich leiser, sondern auch in der Art des Rauschens niederfrequenter. Somit hört ihr die Betriebsgeräusche im Alltag schwerer heraus und selbst wenn sie auffallen, sind sie angenehmer. Tatsächlich konnte ich daher mit diesem Pegel auch beim Arbeiten gut leben.

Woran das exakt liegt, bleibt das Geheimnis des Herstellers. Denn die Kühllösung unter der ominösen Bezeichnung IceBlade 2.0 ist bei den GeekBook X14 Pro und X16 Pro auf dem Papier identisch. Bei OLED-Displays kann im Übrigen manchmal die automatische Helligkeitsbegrenzung auffallen, die Burn-in verhindern soll, dafür aber zu wahrnehmbaren Helligkeitsschwankungen oder einem Abdunkeln des Bildes führt. Am GeekBook X14 Pro konnte ich dies jedoch im Test nicht bewusst feststellen. Erwähnen möchte ich jedoch, dass die mit DTS:X Ultra beworbenen Lautsprecher eher ein Argument fürs Marketing sind. Wie die meisten Notebook-Speaker gehen sie als Notlösung in Ordnung, das war es jedoch schon. Ähnlich dürft ihr die Webcam mit 2 Megapixeln einordnen. Wer öfter Meetings hat, wird sicherlich eine externe Lösung vorziehen.

Die bereits erwähnte App Geekom PC Manager ist übrigens auch dafür gedacht, um zwischen drei Leistungsmodi zu wechseln: Energiesparen, Gleichgewicht und Leistung. Als Standard läuft das GeekBook X14 Pro im ausgeglichenen Modus, der einen guten Kompromiss aus Leistung und Laufzeit darstellt. Ich empfehle da definitiv den mittleren Modus, denn im Leistungsmodus werden dann auch die Lüfter deutlicher hörbar. Ich finde auch hier etwas schade, dass Geekom auf den von 2024 stammenden Intel Ultra 9 185H gesetzt hat. So gibt es einerseits bereits potentere Nachfolger von Intel selbst und AMD-Alternativen mit leistungsfähigeren GPUs. Der Hersteller hat hier jedoch offenbar den besten Kompromiss aus Preis und Leistung gesehen.

Oben seht ihr dazu meine Ergebnisse aus CineBench. Ich habe den Test bewusst im ausgeglichenen Modus durchgeführt, da ich diesen am relevantesten für den Nutzungsalltag halte und er auch vom Hersteller als Standard aktiviert ist. Dazu habe ich die verbaute SSD noch für euch über CrystalDiskMark ausgewertet – sie ist definitiv schnell genug für alles, was im Alltag so anfallen sollte. Gaming? Nun ja, möglich ist das schon, aber dies ist eher ein Nachgedanke beim GeekBook X14 Pro. Hier wäre dann eben ein AMD-Chip mit stärkerer, integrierter GPU hilfreich gewesen. Ältere Spiele wie die „Batman: Arkham“-Reihe, die „Fallout“-Titel oder weniger anspruchsvolle Titel laufen durchaus flüssig, aber wer Spiele ernsthafter in seine Anwendungsszenarien einbezieht, sollte aus meiner Sicht zu einem anderen Modell greifen.

Die Akkulaufzeit des GeekBook X14 Pro gibt der Hersteller mit bis zu 16 Stunden an. Unter alltagsfernen Idealbedingungen mag das möglich sein. Ich habe während des Testzeitraums aber eher im Schnitt 10 Stunden erreicht, was immer noch sehr gut ist. Dabei spreche ich hier hauptsächlich von Office-Tagen mit Anwendungen wie Chrome, Libre Office, Todoist, Telegram, Slack, Trello und Co. Geekom bewirbt das Notebook dabei als KI-Boliden, aufgrund des älteren Chips ist das aber so eine Sache. Der neuere Intel Ultra 9 285H verfügt über eine mächtigere NPU, so dass er insgesamt 99 TOPS statt der hier gebotenen 35 TOPS erzielt. Und auf der CES 2026 wurden noch potentere Mobilprozessoren angekündigt.

An der Unterseite wird das Geekom GeekBook X14 Pro im laufenden Betrieb merklich warm auf dem Schoß, allerdings nie in bedenklicher Weise. Ich konnte also z. B. auch auf der Couch mit dem Gerät locker surfen oder einfache Arbeiten erledigen. Den Privacy-Shutter der Webcam finde ich dabei angemessen, das X16 Pro konnte damit spannenderweise nicht aufwarten.

Mein Fazit

Während ich das GeekBook X16 Pro aufgrund der hohen Betriebslautstärke nicht uneingeschränkt empfehlen konnte, relativiert sich dieser Minuspunkt beim GeekBook X14 Pro. Trotz laut Datenblatt identischer Kühllösung bleibt dieses kleinere Modell deutlich leiser. Das kompaktere Format gekoppelt mit der erhöhten Display-Auflösung und einem OLED-Panel dürfte ebenfalls vielen in die Hände spielen. Allerdings reflektiert der OLED-Bildschirm deutlich stärker als das LC-Pendant des großen Bruders.

Ein Kritikpunkt bleibt der Einsatz des leicht betagten Intel Ultra 9 185H, der im KI-Bereich längst ausgestochen worden ist. Mit 32 GByte RAM und 2 TByte SSD-Speicherplatz ist man aber überdurchschnittlich unterwegs. Auch das Metallgehäuse weiß zu gefallen. Dass direkt ein USB-Dock beiliegt, sammelt ebenfalls Bonuspunkte. Wer Wert auf Privatsphäre legt, freut sich über den Privacy-Shutter für die Webcam.

Im Gesamtbild ist das Geekom GeekBook X14 Pro für mich klar im direkten Vergleich mit dem GeekBook X16 Pro das bessere Modell. Hier lässt es sich schon sehr gut arbeiten und das exzellente Display wird auch Multimedia-Freunde begeistern. Lediglich Gamer bleiben aufgrund der schwachen GPU erneut auf der Strecke. Wer das verschmerzen kann, sollte dieses Modell definitiv im Auge behalten, wenn die Specs ins eigene Raster passen.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Read Entire Article