
Playground Games hat beim Developer_Direct endlich einen ordentlichen Blick auf das neue Fable gewährt. Im Herbst soll das Open-World-Action-RPG für die Xbox Series X/S, den PC und natürlich im Game Pass erscheinen. Ralph Fulton, der Game Director, hat dazu ein paar interessante Details verraten, die über das bloße Videomaterial hinausgehen.
Es handelt sich dabei definitiv um einen Neustart. Die Entwickler wollten sich nicht an die alte Zeitlinie der Lionhead-Studios klammern, da die Originaltrilogie mittlerweile fast zwei Konsolengenerationen zurückliegt. Man baut also ein eigenes Albion und erzählt eine neue Geschichte, will dabei aber die Essenz der Reihe wahren. Das Team definiert Fable dabei eher als Märchen statt als klassische Fantasy. Während Fantasy oft ernst, politisch und riesig daherkommt, bleiben Märchen intimer und drehen sich oft darum, was passiert, wenn Magie den Alltag normaler Leute trifft. Dazu gehört unverzichtbar der typisch britische Humor, sagt er.

Die Geschichte beginnt klassisch in der Kindheit, bevor man nach einem Zeitsprung als Erwachsener in der Welt steht. Der Auslöser für das Abenteuer ist ein Vorfall im Heimatdorf, bei dem unter anderem die Großmutter versteinert wird. Trotzdem soll es keinen Zeitdruck geben. Die offene Welt ist sofort frei begehbar, ohne dass Level-Grenzen den Spieler künstlich einschränken. Wer also lieber erst einmal im Norden heiraten will, statt die Welt zu retten, kann das tun. Das klingt erst einmal gut.
Beim Kampfsystem setzt Playground auf einen fließenden Mix. Der Wechsel zwischen Schwert, Bogen und Magie soll nahtlos und ohne Verzögerung funktionieren. Taktik ist gefragt, da Gegnergruppen oft gemischt auftreten und unterschiedliche Schwächen haben. Interessant klingt die Überarbeitung des Moralsystems. Es gibt keine starre Skala von Gut und Böse mehr. Stattdessen basiert alles auf dem Ruf, den man sich durch Taten erarbeitet, vorausgesetzt, es gibt Zeugen. Wer Hühner tritt, wird als Hühnertreter bekannt, was die Preise in Läden oder romantische Chancen bei bestimmten NPCs beeinflussen kann. Das System urteilt nicht, die Bewohner Albions tun es.
Die Spielwelt wird von einer sogenannten „Living Population“ bevölkert. Über 1.000 NPCs sollen eigene Routinen, Schlafplätze und Jobs haben, was die Städte funktional und glaubwürdig machen soll. Der Humor orientiert sich an britischen Comedys wie „The Office“, was sich sogar in einer Art Interview-Stil im Spiel niederschlägt, bei dem Charaktere direkt in die Kamera sprechen um Situationen zu kommentieren. Eine umfassende Charaktererstellung wurde ebenfalls bestätigt. Weitere Details zu Waffen und Wirtschaftssystem sollen vor dem Start im Herbst folgen. Scheint ein echter Zeitverbrenner zu werden, im positiven Sinne.
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1 month ago
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