Eurobarometer: Hetze, Desinformation und KI-Fake-Inhalte bereiten Sorgen

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Die neuesten Zahlen des Eurobarometers sind da und spiegeln die aktuelle Weltlage wider. Wenig überraschend drücken geopolitische Spannungen auf das Gemüt. Über die Hälfte der Befragten blickt pessimistisch auf die Zukunft der Welt, während man die eigene persönliche Situation und die der Familie interessanterweise deutlich positiver einschätzt.

Sicherheit steht ganz oben auf der Liste der Sorgen. Dabei geht es konkret um Konflikte in der Nachbarschaft, Terrorismus, aber auch um vom Klimawandel verschärfte Naturkatastrophen und Cyberangriffe. Auch die digitale Welt bereitet Kopfzerbrechen, da Desinformation, Hass im Netz, mangelnder Datenschutz und durch künstliche Intelligenz erzeugte Fakes als reale Bedrohung wahrgenommen werden.

Die Reaktion der Bürger auf diese Gemengelage ist der Ruf nach mehr Zusammenhalt. Fast 90 Prozent finden wohl, die Mitgliedsstaaten müssten geschlossener auftreten. Mehr Ressourcen für die EU und eine stärkere Stimme auf internationaler Ebene stehen ebenfalls auf dem Wunschzettel. Der Fokus soll dabei nach Meinung der Befragten klar auf Verteidigung und Sicherheit liegen.

Kategorie Risikofaktor / Bedrohung Prozentanteil
Top-Sicherheitsrisiken Aktive Konflikte im Umfeld der EU 72 %
Terrorismus 67 %
Naturkatastrophen (verschärft durch Klimawandel) 66 %
Cyberangriffe aus Drittstaaten 66 %
Unkontrollierte Migration 65 %
Bedrohungen im Informationsraum Desinformation 69 %
Hetze (online und offline) 68 %
KI-generierte Fake-Inhalte 68 %
Unzureichender Datenschutz 68 %
Bedrohung der Meinungsfreiheit 67 %

Neben der Sicherheit drückt der Schuh beim Geldbeutel. Inflation und Lebenshaltungskosten bleiben das Thema Nummer eins, um das sich die Politik kümmern soll. Zwar erwarten die meisten einen stabilen Lebensstandard in den nächsten fünf Jahren, doch fast ein Drittel rechnet mit Einbußen. Trotz der ganzen Krisen ist die Grundeinstellung zur EU wohl stabil. Eine Mehrheit sieht die Mitgliedschaft des eigenen Landes als vorteilhaft an. Vor allem junge Menschen bis 30 Jahre zeigen sich hier als starke Befürworter. Interessierte können auch ein PDF auf Länderbasis aufrufen, hier seht ihr beispielsweise die deutschen Ergebnisse.

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