
Das Thema digitale Souveränität bekommt frisches Futter. Nachdem das Projekt erst im März angekündigt wurde, steht die Büro-Suite Euro-Office voraussichtlich ab dem 9. Juni zum Download bereit. Die Software soll Unternehmen und Behörden eine echte Option bieten, wenn man nicht auf Microsoft Office oder Google Docs setzen möchte. Hinter dem Projekt steckt ein ganzer Schwung europäischer Schwergewichte wie IONOS, Nextcloud, OpenXchange oder Eurostack. Da fließt ordentlich Manpower rein, IONOS und Nextcloud haben beispielsweise schon eigene Teams für die Entwicklung aufgestellt.
Die Integration in bestehende Systeme läuft direkt zum Start an. Wer Nextcloud Hub 26 Spring nutzt, bekommt die Suite dort serviert. Kunden mit einer Managed Nextcloud bei IONOS können am 9. Juni loslegen, während die volle Einbindung in den Workspace dort für den Spätsommer geplant ist. Andere Partner wie XWiki aus Frankreich ziehen im vierten Quartal nach. Auch Office.eu aus den Niederlanden ist mit von der Partie.
Technisch gesehen haben die Entwickler erst einmal aufgeräumt. Der Code wurde gesäubert und Sicherheitslücken geschlossen, damit das Ganze im Alltag stabil läuft. Als Nächstes stehen Mobil-Apps, Desktop-Anwendungen und die bessere Unterstützung offener Standards wie ODF auf dem Plan. Damit Freiwillige leichter mithelfen können, wurde die Dokumentation aufpoliert und automatisierte Tests eingeführt. Das Projekt ist zwar in Europa verwurzelt, steht aber als Open-Source-Lösung allen Interessierten weltweit zur Verfügung. Man darf gespannt sein, ob die Suite langfristig gegen die Platzhirsche ankommt.
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1 week ago
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