
Die EU-Kommission plant offenbar einen Schritt, um die heimische Industrie vor der starken Konkurrenz aus China zu schützen. Einem Bericht der Financial Times zufolge sollen staatliche Förderungen für Elektroautos künftig an Vorgaben geknüpft werden. Der Entwurf des sogenannten „Industrial Accelerator Act“ sieht vor, dass Fahrzeuge nur dann von staatlichen Kaufprämien profitieren, wenn sie in der EU montiert werden und mindestens 70 Prozent der Komponenten aus der Union stammen.
Diese 70-Prozent-Marke bezieht sich auf den Wert der Bauteile, klammert die Batterie allerdings aus. Für die Akkus selbst soll es jedoch gesonderte Vorgaben geben, was durchaus für Probleme sorgen könnte, da die Abhängigkeit von chinesischer Batterietechnik und den entsprechenden Rohstoffen natürlich gegeben ist. Betroffen sind von diesen Plänen nicht nur Förderungen für private Autokäufer, sondern auch die Beschaffung von Fahrzeugen durch öffentliche Stellen, heißt es.
Es geht den Politikern dabei wohl um den Schutz der Industriebasis. Man sieht die Gefahr durch billige Importe, hohe Energiepreise und die Kosten durch strenge Klimavorgaben, die bereits zu Werksschließungen geführt haben. Neben dem Autosektor stehen auch andere Bereiche im Fokus. Bei öffentlichen Aufträgen sollen beispielsweise 25 Prozent der Aluminiumprodukte und 30 Prozent der Kunststoffe für Fenster und Türen aus EU-Fertigung stammen müssen, um förderfähig zu sein.
Der finale Entwurf soll im März vorgestellt werden, wobei die Hürde von 70 Prozent im aktuellen Papier noch als Diskussionsgrundlage markiert ist und sich somit ändern kann.
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2 weeks ago
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