EU plant Bearbeitungsgebühr für Pakete aus China ab November

3 weeks ago 13

Wie kommt ihr drauf, das sei KI-generiert?

Das Thema hatten wir schon des Öfteren, nun kommt es aber richtig ins Rollen. Die Europäische Union hat sich darauf geeinigt, spätestens zum 1. November eine Bearbeitungsgebühr für Pakete aus Nicht-EU-Ländern einzuführen. Wie hoch diese Gebühr ausfallen wird, steht noch nicht fest. Klar ist aber schon jetzt, dass sie zusätzlich zu den ab 1. Juli geltenden Zollgebühren von 3 Euro anfällt.

Das Europäische Parlament und der Rat haben sich vorläufig auf die Einführung dieser Einfuhrabgabe verständigt. Der ursprüngliche Vorschlag der Europäischen Kommission sah 2 Euro pro Paket vor, das direkt an Verbraucher geschickt wird. Für Sendungen an Lagerhäuser sollten 0,50 Euro fällig werden. Damit will die EU ausländische Online-Händler dazu bringen, Lager in Europa zu betreiben.

Die Gebühr soll eingeführt werden, sobald das erforderliche IT-System läuft, allerdings spätestens am 1. November 2026. Die Kommission plant, die Höhe alle zwei Jahre zu prüfen. Die formelle Zustimmung von Parlament und Rat steht noch aus, gilt aber als reine Formsache.

Diese Bearbeitungsgebühr kommt zusätzlich zu den ab 1. Juli geltenden Zöllen auf Pakete bis 150 Euro. Jedes Paket wird dann pauschal 3 Euro teurer. Die EU will damit die Flut billiger Sendungen in europäische Länder eindämmen. Bisher sind solche Bestellungen zollfrei, was laut EU zu unlauterem Wettbewerb für europäische Händler führt und Gesundheits- sowie Sicherheitsrisiken für Verbraucher birgt. Auch Betrug und Umweltprobleme werden als Gründe genannt.

Die Kombination beider Maßnahmen macht Pakete von chinesischen Anbietern wie AliExpress, Temu und Shein teurer und damit weniger interessant für Käufer in Europa. Die Bearbeitungsgebühr dient der Überprüfung eingehender Pakete. Deshalb müssen Online-Plattformen ab November Daten zu den Produkten angeben, die sie in die EU importieren wollen. So soll verhindert werden, dass unsichere oder illegale Produkte in die EU gelangen.

Ausländische Online-Shops haften künftig auch, wenn sie solche Produkte in der EU verkaufen. Ihnen drohen Geldstrafen zwischen einem und sechs Prozent des Gesamtwerts aller Produkte, die sie in den letzten zwölf Monaten in die EU geliefert haben. Die EU kann solchen Shops außerdem die Zustellung von Paketen in die Europäische Union komplett untersagen.

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