
Nicht ganz überraschend: Die EU-Kommission legt im Verfahren gegen Meta nach. Konkret geht es darum, dass Drittanbieter-KI-Assistenten wieder wie früher auf WhatsApp zugreifen können sollen. Meta hatte im Oktober 2025 die Geschäftsbedingungen für die WhatsApp Business Solution geändert und damit allgemeine KI-Assistenten von Drittanbietern ab dem 15. Januar 2026 im Grunde rausgeworfen. Wisst ihr ja selbst, vorher konnte man z. B, mit ChatGPT über WhatsApp palavern.
Im Dezember 2025 startete die Kommission ein formelles Wettbewerbsverfahren, im Februar 2026 folgte eine erste Mitteilung der Beschwerdepunkte. Vorwurf: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung nach EU-Wettbewerbsrecht, weil Meta Drittanbieter-KIs von der eigenen Plattform aussperrt. Meta hat Anfang März 2026 schriftlich reagiert und kurz darauf die Politik wieder angepasst.
Am 4. März 2026 verkündete Meta dann eine Rolle rückwärts mit Haken: Drittanbieter-KIs dürfen zwar wieder auf WhatsApp, müssen dafür aber zahlen. Genau da setzt die jetzt versandte ergänzende Mitteilung der Beschwerdepunkte an. Aus Sicht der Kommission kommt das neue Gebührenmodell faktisch einem weiteren Ausschluss gleich. Wer zahlen muss, um überhaupt an Nutzer zu kommen, hat es gegenüber Metas eigener KI Meta AI und der frisch zugekauften Manus AI schwer, im Markt Fuß zu fassen oder zu wachsen.
Die Kommission will deshalb vorläufige Maßnahmen anordnen. Meta soll Drittanbieter-KI-Assistenten so behandeln wie vor der Änderung vom 15. Oktober 2025, also ohne das neue Gebührenkorsett. Diese Zwischenschritte greifen, falls Meta mit seiner Antwort die Bedenken nicht ausräumt, und gelten nur, bis das eigentliche Verfahren abgeschlossen ist und eine finale Entscheidung vorliegt. Ziel ist, Schaden für den Wettbewerb zu verhindern, bevor der Markt für KI-Assistenten weiter in Richtung einiger weniger großer Player kippt.
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5 days ago
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