
Kleines Update aus Brüssel für alle, die das Thema Digital Markets Act (DMA) verfolgen. Die EU-Kommission hat entschieden, dass Apples Werbedienst Apple Ads sowie der Kartendienst Apple Maps nicht unter die strengen Regelungen des Gesetzes über digitale Märkte fallen. Apple hatte bereits im November 2025 Argumente vorgelegt, warum diese beiden Dienste nicht als sogenannte Gatekeeper eingestuft werden sollten, und diesen Argumenten ist die Kommission nun gefolgt.
Die Begründung ist relativ simpel. Nach Prüfung der Sachlage kam man zu dem Schluss, dass weder Apple Ads noch Apple Maps als wichtige Schnittstelle fungieren, über die Geschäftskunden ihre Endnutzer erreichen. Das liegt schlicht an den Zahlen. Apple Maps weist in der EU eine vergleichsweise geringe Gesamtnutzung auf, und auch Apple Ads spielt im europäischen Online-Werbemarkt nur eine untergeordnete Rolle mit begrenzter Reichweite. Damit erfüllen sie nicht die Kriterien für eine Regulierung als zentraler Plattformdienst.
Das bedeutet allerdings nicht, dass das Thema für immer vom Tisch ist. Die Kommission hat angekündigt, die Marktentwicklung weiter im Auge zu behalten, falls sich an der Relevanz der Dienste etwas ändert. Auch die Einstufung von Apple als Gatekeeper für andere Dienste wie den App Store oder iOS, die bereits 2023 und 2024 erfolgte, bleibt von dieser heutigen Entscheidung unberührt.
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4 weeks ago
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