Ab 2030 soll der Führerschein mit dem Smartphone abrufbar sein. Auch EU-weite Fahrverbote sollen kommen – und das Mindestalter für Lkw- und Busfahrer soll sinken.
Aktualisiert am 21. Oktober 2025, 14:38 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, wil
Die EU hat sich auf neue, einheitliche Regeln für den Führerschein geeinigt. Eine entsprechende Gesetzesreform beschloss das Europaparlament am Dienstag. Demnach sollen EU-Bürger ab dem Jahr 2030 in der Lage sein, ihren Führerschein über das Smartphone abzurufen, ähnlich wie es schon mit dem Personalausweis oder der Bankkarte möglich ist. Wer möchte, kann den Führerschein aber auch weiterhin als Kartenausweis beantragen.
Künftig soll es zudem möglich sein, Autofahrer bei schweren Verkehrsverstößen wie Trunkenheit am Steuer oder extremen Rasen in der ganzen EU mit einem Fahrverbot zu belegen. Die Behörden vor Ort informieren in dem Fall das jeweils zuständige Straßenverkehrsamt, das dann den Führerschein einzieht.
Außerdem soll das Mindestalter für Lkw-Fahrer von 21 auf 18 Jahre sinken, für Busfahrer von 24 auf 21 Jahre. Die EU will so dem Fachkräftemangel entgegentreten. Wohnmobilfahrer dürfen künftig nach einem Training bis zu 4,25 Tonnen schwere Fahrzeuge steuern. Verpflichtende Gesundheitschecks für ältere Fahrer wird es entgegen früheren Diskussionen nicht geben. Eine Mehrheit der EU-Länder hatte das abgelehnt.
Die EU-Staaten haben drei Jahre Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen. Zudem ist eine Übergangszeit von einem Jahr vorgesehen.



