EU-Branchenverband winkt bei der Initiative „Stop Killing Games“ bereits ab

6 months ago 7

Caschy hatte das Thema bereits aufgegriffen: Die Initiative „Stop Killing Games“ setzt sich dafür ein, dass in der Europäischen Union neue Gesetze eingeführt werden, welche es Entwicklern und Publishern untersagen sollen, Gamer einfach die Möglichkeit zu nehmen, bereits erworbene Spiele zu nutzen. Inzwischen hat der EU-Branchenverband Video Games Europe das Projekt kommentiert – und winkt ab.

Video Games Europe vertritt als Lobbyorganisation in der EU unter anderem Firmen wie Activision Blizzard, Electronic Arts, Bandai Namco, Epic Games, Nintendo, Microsoft, Sega und viele mehr. Unter den Mitgliedern sind auch Sony Interactive Entertainment, Ubisoft, Square Enix, Take-Two, die Embracer Group sowie Warner Bros. Games, also im Grunde fast alle großen Publisher. In einer Stellungnahme wiegelt man „Stop Killing Games“ eher ab.

Zwar schätze man die Begeisterung der Gaming-Community, doch in die Einstellung von Spielen, insbesondere von Online-Diensten, müssten immer viele Abwägungen hineinspielen. Auch wenn es schwerfalle, müsse man hin und wieder bei Titeln den Stecker ziehen, wenn der Weiterbetrieb nicht mehr wirtschaftlich sei. Natürlich sei das für Spieler enttäuschend, doch in solchen Fällen bemühe man sich stets, Gamer rechtzeitig zu informieren und halte sich an gültige Gesetze zum Schutz der Verbraucher.

Der oft vorgeschlagene Weiterbetrieb der Spiele über private Server sei keine geeignete Option, da es dann für die Entwickler keine Möglichkeiten mehr gebe, die Daten der Nutzer ausreichend zu schützen, illegale Inhalte zu entfernen und die Community sicher zu halten. Dafür wäre das Unternehmen, welches das jeweilige Spiel aber ursprünglich veröffentlicht hat, aber rechtlich weiterhin zuständig und haftbar, so behauptet es zumindest Video Games Europe.

Einige Spiele seien eben als Online-Only-Titel konzipiert und den Entwicklern diese Option zu nehmen, werde zu höheren Entwicklungskosten und damit Nachteilen für die Community führen. Der Lobbyverband erklärt jedoch, dass man generell offen für Gespräche mit den zuständigen Gesetzgebern und der Gaming-Community in den kommenden Monaten sei.

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