Ethereum-Forscher warnen: KI könnte Krypto-Signaturverfahren knacken

4 weeks ago 11

Zwei führende Ethereum-Forscher warnen, dass KI-gestützte Mathematik das Signaturverfahren von Krypto-Wallets im schlimmsten Fall schon in Monaten brechen könnte. Justin Drake rief die Blockchain-Branche in einem Post auf X auf, einen "Bunker-Modus" vorzubereiten.

Er empfiehlt, Guthaben auf Adressen zu verschieben, die noch nie eine Transaktion signiert haben. Denn beim Signieren wird der öffentliche Schlüssel sichtbar, woraus ein Angreifer theoretisch den privaten Schlüssel ableiten und das Guthaben stehlen könnte. Solange nur der Hash des öffentlichen Schlüssels sichtbar ist, also ein daraus berechneter Wert, aus dem sich der Schlüssel selbst nicht zurückgewinnen lässt, bleibt das Guthaben geschützt.

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin stimmte in einer Antwort auf X zu, warnte aber vor übereiltem Handeln: Er habe mehr Geld durch fehlerhafte Migrationen verloren als durch Hacks. Buterin plädiert langfristig für eine Architektur, die möglichst nur auf Hash-Funktionen setzt, da auch gitterbasierte Verfahren, die oft als quantensicher gelten, durch KI-Fortschritte geschwächt werden könnten. Einen praktischen Bruch des aktuellen Signaturverfahrens ECDSA gibt es bislang nicht.

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