Elektronische Patientenakte (ePA): Interesse fällt gering aus

5 months ago 6

Die elektronische Patientenakte (ePA) erhaltet ihr automatisch, es sei denn ihr widersprecht bei eurer Krankenkasse. Somit dürfte bereits eine breite Basis passiver Nutzung entstanden sein. Doch die Anzahl der aktiven Nutzer ist offenbar eine ganz andere Sache. Denn da soll das Interesse laut dem Bundesvorsitzenden deutschen Hausärzteverbandes bislang gering ausfallen.

Um es zu verdeutlichen: die Techniker Krankenkasse (TK), die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und die Barmer GEK kommen zusammen auf etwa 44 Millionen eingerichtete elektronische Patientenakten. Von diesen 44 Mio. werden aber nur 1,2 Mio. wirklich aktiv genutzt (via RP). Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, befürchtet daher ein Scheitern der ePA. Zumal die Technik störanfällig sei. Laut ihm vergehe kaum eine Woche, in der die Arztpraxen nicht mit irgendwelchen Störungen zu kämpfen hätten.

Abseits der technischen Infrastruktur, die verbessert werden müsse, sieht Beier die Krankenkassen in der Pflicht. Diese müssten die Patienten besser aufklären. Statt koordinierter Informationskampagnen seien aber bestenfalls vereinzelt Briefe an die Versicherten gegangen. Deswegen hätten viele Menschen passiv eine ePA erhalten, würden praktisch aber nichts davon wissen oder diese zumindest nicht nutzen. Dabei könnte man die „riesigen Verwaltungsbudgets“ der Krankenkassen endlich mal produktiv nutzen, so Beier.

Wie steht es da bei euch? Ich selbst habe der ePA früh aktiv widersprochen, da ich Sicherheitsbedenken habe. Ich beobachte das Ganze daher erst einmal in Ruhe.

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