EA Advertising: Wenn das Spielfeld zur Werbefläche wird

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EA Sports – It’s in the Game! Der altbekannte Werbejingle könnte gewissermaßen eine neue Bedeutung zugesprochen bekommen. Mit „EA Advertising“ startet der Publisher Electronic Arts eine eigene Werbeplattform, die Marken den Zugang zu seinem digitalen Publikum ermöglicht. Das Ganze basiert auf einem eigenen Ad-Server, der zusammen mit einem speziell für die Frostbite-Engine entwickelten SDK arbeitet. Werbeinhalte lassen sich damit in Echtzeit in die 3D-Spielwelten laden.

In den Sportsimulationen erscheinen diese Inhalte dann unter anderem auf Banden, Anzeigetafeln oder als Overlay-Grafiken, wie man sie aus TV-Übertragungen kennt. Der jugendliche Gamer in meiner Seele möchte im Strahl brechen, aber EA wird das definitiv so laufen lassen – da sind meine Hoffnungen schon lange gestorben.

Für Vermarkter interessanter als die klassische Bandenwerbung ist aber vermutlich, was EA unter dem Namen „EA SPORTS Partner Program“ plant. Marken können damit eigene Spielinhalte sponsern – von In-Game-Herausforderungen über virtuelle Gegenstände bis zu Events wie dem Madden Bowl oder Spieler-Rating-Enthüllungen. Lowe’s und Red Bull sind mit gebrandeten Herausforderungen und Trikot-Sets schon jetzt in EA SPORTS FC und Madden NFL vertreten. Mountain Dew hat für EA SPORTS College Football 26 sogar ein vollständig spielbares College-Team bekommen – inklusive eigenem Stadion und Maskottchen. Visa und Comcast nutzen das System über die Marken Xfinity und Peacock für Belohnungspakete im Spiel.

Bandenwerbung in virtuellen Stadien fügt sich noch organisch ins Bild einer Sportsimulation ein, das stimmt. Ein spielbares Mountain-Dew-Team ist dann aber eine andere Kategorie. Dort beginnt Sponsoring, den eigentlichen Spielinhalt zu formen – und das dürfte die Debatte darüber, wie weit kommerzielle Integrationen in Spielen gehen sollten, wieder neu anfeuern.

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