Drohnenkrieg bedroht türkische Fischer

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Stand: 23.09.2026, 16:00 Uhr

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Immer wieder kommt es im Ukraine-Krieg auch zu Drohnenangriffen auf zivile Boote im Schwarzen Meer. Türkische Fischer bangen um ihr Leben.

Im Schwarzen Meer hat sich der Ukraine-Krieg zu einer tödlichen Bedrohung für türkische Zivilisten ausgeweitet. Russland und die Ukraine greifen gezielt Schiffe an, die sie dem Gegner zuordnen und treffen dabei immer öfter zivile Boote unter türkischer Flagge. Laut der türkischen Handelsmarine-Kammer IMEAK wurden seit Kriegsbeginn 226 Schiffe angegriffen, mehr als 70 Prozent davon allein in den ersten acht Monaten des Jahres 2026. Allein im August sollen es fast 90 Schiffe gewesen sein. Darunter das Fischerboot Duru 67, das am 5. Juni vor der Küste der Krim zweimal von einer Drohne getroffen wurde. Der Kapitän starb, mehrere Besatzungsmitglieder wurden schwer verletzt. Die türkische Küstenwache erklärte, es habe sich um eine ukrainische Drohne gehandelt, die das Boot „versehentlich“ getroffen habe.

Türkei gerät zunehmend unter Druck

Die Türkei ist wirtschaftlich auf freie Schifffahrtswege im Schwarzen Meer angewiesen und unterhält enge Beziehungen zu beiden Kriegsparteien – ein Balanceakt, der zunehmend unter Druck gerät. Präsident Erdoğan bezeichnete die Angriffe auf zivile Schiffe vor der UN-Vollversammlung als „inakzeptabel“. Für die Fischer an der türkischen Schwarzmeerküste, wo Fischerei die wichtigste Einnahmequelle ist, gibt es kaum eine Wahl: Sie fahren trotzdem hinaus – in Angst vor dem nächsten Einschlag, vor Drohnen, Bomben und Granaten, die im Wasser treiben. Wie Betroffene die Angriffe erlebt haben und was sie über ihre Zukunft auf dem Meer sagen, zeigt das Video.

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