Dolby Vision 2: TV-Hersteller reagieren eher verhalten

4 months ago 5

Im Rahmen der IFA 2025 hat Dolby eine neue Version seines HDR-Standards Dolby Vision vorgestellt: Dolby Vision 2 soll an Smart-TVs nicht nur die HDR-Wiedergabe noch filigraner gestalten, sondern berücksichtigt jetzt auch die Bewegungsdarstellung. Zudem gibt es eine neue Max-Version. Doch auf der Messe in Berlin reagierten die Hersteller bisher eher verhalten.

Klar, Dolby hat schon Hisense als ersten Partner bestätigt. Doch sonst herrscht derzeit eher betretenes Schweigen. Samsung dürfte als Marktführer auf dem TV-Markt ohnehin weiterhin Abstand halten. Bislang versucht das Unternehmen vor allem HDR10+ zu pushen und bindet Dolby Vision nicht für seine Fernsehgeräte ein. Doch auch LG, ein weiterer Platzhirsch, hält (noch) zu Dolby Vision 2 Abstand.

So hat der südkoreanische Hersteller gegenüber Tech Radar erklärt, derzeit keinerlei Pläne zu haben, um Dolby Vision 2 zu unterstützen. Zudem sei man der Auffassung, dass nachträgliche Updates für bereits veröffentlichte Fernsehgeräte generell nicht möglich seien. Da gibt es offenbar aber einige Unsicherheiten. Denn andere Industrievertreter stellen wohl in den Raum, dass Smart-TVs mit dem SoC MediaTek Pentonic 800 grundsätzlich Upgrades für Dolby Vision 2 erhalten könnten. Allerdings hänge es auch da vom Einzelfall und der exakten Hard- und Software-Kombination ab.

Sony äußert sich verhalten zu Dolby Vision 2

Sony wiederum hat sich zu Dolby Vision 2 bedeckt gehalten. Man befinde sich mit Dolby natürlich im Gespräch, habe aktuell aber keine weiteren Ankündigungen auf Lager. Bei TCL hat es zumindest vage Andeutungen gegeben, dass Dolby Vision 2 Unterstützung finden könnte. Der einzige, feste Partner bleibt damit zunächst Hisense. Das Unternehmen will den dynamischen HDR-Standard unter anderem an seinen RGB-Mini-LED-TVs einbinden.

Warum wirken die TV-Hersteller nun in Bezug auf Dolby Vision 2 so zurückhaltend? Dass die Unternehmen an Updates für bereits erhältliche Fernsehgeräte wenig bis kein Interesse zeigen, überrascht nicht. Schließlich kosten solche Upgrades die Hersteller erst einmal viel Geld. Da wirkt es attraktiver, stattdessen kommende Geräte mit der Technik zu vermarkten, um zum Neukauf anzuregen.

Obendrein wollen vermutlich viele Anbieter erst einmal abwarten, bis es überhaupt Inhalte bei Streaming-Anbietern gibt, die für Dolby Vision 2 optimiert worden sind. Vorher gibt es aufseiten der Kunden keinen echten Bedarf und so wird man sich wohl erst einmal beobachtend zurücklehnen wollen.

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