DKB: So will die Direktbank bald Neobroker angreifen

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Im letzten Jahr hatte die DKB schon angekündigt, in Zukunft größere Umstellungen am Depot vornehmen zu wollen. So wahnsinnig viel passiert ist seitdem jedoch nicht. Doch der Chef der Direktbank, Sven Deglow, wird nicht müde, zu betonen, dass man sich diesbezüglich neu aufstellen wolle, um mit Neobrokern konkurrieren zu können.

500 Mio. Euro will die DKB bis 2030 investieren, um im intensiven Wettbewerb mithalten zu können. Parallel hofft man auf eine schrittweise Steigerung des Ertrags um 50 % bzw. auf 1,5 Mrd. Euro. Ziel sei es, in Sachen Depot-Angebot ganz vorne mitzuspielen. Der Status quo sieht jedoch noch anders aus. So verlangt die DKB im Vergleich mit Neobrokern um ein Vielfaches höhere Gebühren. Ein Trade kostet bei der Direktbank, lässt man Sparpläne weg, mindestens 10 Euro. Konkurrenten wie Scalable Capital, Trade Republic und Co. lassen euch für ca. 1 Euro pro Trade handeln.

Kein Wunder also, dass die DKB Marktanteile verloren hat (via Handelsblatt). Jetzt hat man sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der aktiven Depots zu verdoppeln – von aktuell 900.000 auf 1,8 Mio.. Dabei will man im Hintergrund einen Systemwechsel vollziehen. So wechselt man von seinem bisherigen Wertpapierdienstleister DWP Bank zum Fintech-Unternehmen Upvest. Neue Technik auf API-Basis soll die Betriebskosten drastisch senken und auch niedrigere Gebühren für Kunden erlauben.

Neukunden sollen noch vor Ende 2026 auf der neuen Plattform agieren, während man Bestandskunden bis Ende 2027 umziehen will. Dabei steht die DKB nicht nur im Bereich Trading unter Druck. Man kommt in Deutschland auf ca. 6 Mio. Kunden – Rivalen wie die ING haben aber schon 10 Mio. Kunden für sich gewonnen. Reagieren musste da z. B. auch schon die Comdirect, die sogar nur auf 3 Mio. Kunden kommt und nun Orderpreise von 1 Euro eingeführt hat.

Am Ende stehen die Direktbanken unter Druck, für Kunden ist das aber am Ende eine gute Sache. Sie dürfen sich auf sinkende Preise freuen.

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