Digital Networks Act bereitet kleineren Telekommunikationsanbietern Sorgen

3 months ago 5

In der EU ist mit dem sogenannten Digital Networks Act (DNA) eine neue Regulierung geplant. Allerdings stellen aktuell viele Nichtregierungsorganisationen und auch kleinere Telekommunikationsanbieter infrage, was dabei herauskommen soll. So könnte die Auswahl für die Verbraucher schrumpfen, während marktdominierende Anbieter nochmals Aufschwung erhalten.

Einen Entwurf zum DNA will die EU-Kommission in den kommenden Monaten vorstellen. Daher ist auch noch nicht final, was die Regulierung am Ende faktisch mit sich bringen wird. Es steht aber gerade für Anbieter ohne eigene Netze wohl viel auf dem Spiel. Denn die Auflagen für Netzbetreiber könnten abgeschwächt werden. Das würde es ihnen dann eventuell ermöglichen, den Zugang für Konkurrenten ohne eigene Netze zu erschweren oder ganz zu verhindern. Kleinere Anbieter hätten dann keine Chancen mehr am Markt (via Netzpolitik).

Doch warum will die EU denn etwas am bisherigen Modell ändern? Argument ist, dass es für die Netzbetreiber attraktiver werden müsse, auch ohne bzw. mit weniger staatlicher Förderung in ländlichen Regionen auszubauen. Zudem ist einigen Politikern der Doppel- oder Dreifachausbau im Bereich Glasfaser ein Dorn im Auge, der dafür sorgt, dass in einigen Regionen mehrere Anbieter die Straßen nacheinander aufreißen, um Leitungen zu verlegen, wo bereits welche vorhanden sind. Da herrscht der Glaube, dass es mit „europäischen Champions“, also besonders großen Netzbetreibern, anders laufen könnte. Die hätten dann auch auf dem Weltmarkt bessere Chancen.

Allerdings ist die Frage, ob das in der Praxis gutgehen würde und nicht am Ende vielmehr zu weniger Auswahl und steigenden Preisen für die Kunden führt. Zumal die Ausgangssituationen in den jeweiligen EU-Ländern sehr unterschiedlich sind. Am Ende gibt es also immer wieder Kritik, dass der DNA letzten Endes vor allem Großkonzernen in die Hände spielen könnte, was von der EU eigentlich nicht gewollt sein sollte. Am Ende heißt es noch abwarten, was wirklich im Entwurf drinstehen wird und wie sich das ganze Vorhaben bis zur finalen Version entwickelt.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Read Entire Article