Frankreichs Justiz geht zunehmend gegen illegales Streaming von Sportveranstaltungen vor und nimmt dabei verstärkt Betreiber freier DNS-Resolver in die Pflicht. Ein Pariser Urteil zwingt den US-Konzern Google nun gar zu Domainsperren. Der globale Smartphone-Markt ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Apple überholt dabei den bisherigen Marktführer Samsung. Der Ausblick auf 2026 aber ist nicht ganz so rosig. Und die Daten von 6,2 Millionen Instagram-Nutzern sind nach einem Datenleck beim Have-I-Been-Pwned-Projekt gelandet – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Über illegale Online-Plattformen werden regelmäßig exklusive Sportinhalte wie die Champions League oder nationale Fußballligen ohne Genehmigung gestreamt. Rechteinhaber haben die französische Justiz auf den Plan gerufen. Kurz vor dem Jahreswechsel fällte ein Pariser Gericht ein wegweisendes Urteil zum Rechteschutz im Internet. Auf Antrag der Mediengruppe Canal+ und ihrer Tochtergesellschaften verpflichteten die Richter den US-Konzern Google dazu, den Zugang zu mehreren Domains und deren Unterseiten über den hauseigenen DNS-Resolver zu unterbinden. Bemerkenswert an dem Verfahren ist die Rolle von Google als DNS-Anbieter. Google-DNS-Sperren: Pariser Gericht stärkt Rechteinhaber gegen Streaming-Piraten
Der Absatz von Smartphones ist im vergangenen Jahr weltweit gestiegen. Die weltweiten Smartphone-Lieferungen im Jahr 2025 verzeichneten ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Zuwachs von zehn Prozent und einem globalen Marktanteil von nun 20 Prozent überholte Apple den bisherigen Weltmarktführer Samsung. Das Wachstum wurde von steigender Nachfrage nach Premium-Produkten sowie in Schwellenländern angetrieben, so das Marktforschungsinstitut Counterpoint Research, das seine vorläufigen Schätzungen öffentlich geacht hat. Für 2026 sind die Analysten weniger optimistisch. Globaler Smartphone-Markt: Marktführer Apple
Daten von 6,2 Millionen Instagram-Nutzern sind in der Datenbank des Have-I-Been-Pwned-Projekts (HIBP) gelandet. Zudem sind Datensätze mehrerer Hunderttausend Nutzer des Untergrundforums BreachForums ebenfalls dort aufgetaucht. Die betreffenden Daten sollen aus dem Jahr 2024 stammen und über Instagram-APIs mittels Scraping abgegriffen worden sein. Sie umfassen Nutzernamen, Anzeigenamen, Konto-IDs und in einigen Fällen auch E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. Solche Informationen lassen sich für SIM-Swapping-Angriffe missbrauchen, bei denen Kriminelle die Mobilnummer von Opfern kapern und damit dann Einkäufe oder andere kriminelle Aktionen tätigen. Instagram-Datenleck: Daten von 6,2 Millionen Konten bei Have-I-Been-Pwned
Die Eigenentwicklung wettbewerbsfähiger KI-Modelle bereitet Apple schon länger Probleme. Aktuell setzt der US-Konzern für Apple Intelligence auf zwei hauseigene Sprachmodelle: Ein kompaktes, das lokal auf den Geräten läuft, sowie ein mittelgroßes in Apples Cloud. Fähigkeiten und Funktionsumfang sind aber begrenzt. Da es Apples eigene KI-Modelle offenbar nicht bringen, haben die Konkurrenten Apple und Google nun einen großen KI-Deal besiegelt. Google-Technik stellt künftig den Unterbau für Apples KI-Modelle – wohl auch bei neuen Funktionen für die überalterte Siri. Nach Siri-Fail: Apple setzt für KI-Modelle auf Google Gemini
Sparzwang herrscht bei der Facebook-Mutter Meta Platforms, um deren KI-Projekte zu finanzieren. Zwölf Jahre voller Milliardenverluste des groß angekündigten Metaverse haben Spuren im Konzern hinterlassen. Die Kündigungswellen beim konzerneigenen VR-Spielestudio Oculus Games und der VR-Fitness-Anwendung Supernatural waren der Auftakt für weitere Entlassungen. Im Dezember verfügte Konzernchef Mark Zuckerberg einen generellen Sparkurs: Alle Abteilungen, außer der KI-Sparte TBD Labs, sollten ihre Budgets kürzen. Noch diese Woche sollen 10 bis 15 Prozent der Belegschaft der Metaverse-Abteilung Reality Labs ihren Job verlieren. Das berichtet die New York Times mit Berufung auf mehrere Insider. Meta Platforms braucht Geld für KI, kürzt beim Metaverse
Auch noch wichtig:
- Der Fotowettbewerb „Die Farbe Blau“ der c't Fotografie hat seine Sieger gefunden. Ein stimmungsvolles Blumen-Makrobild sichert sich den ersten Platz. Blaues Blütenmeer überzeugt: Gewinner des c't Fotografie-Wettbewerbs stehen fest
- Meta hat 550.000 Nutzerkonten von unter 16-Jährigen Australiern geschlossen. Das Unternehmen reagiert damit auf das im Dezember in Kraft getretene Social-Media-Verbot. Social-Media-Verbot: Meta schließt 550.000 australische Nutzerkonten
- Mit einem neuen Microsoft-Lizenzvertrag will die Staatsregierung die Kosten in Bayern senken. Das Projekt ist umstritten. Bayerns Staatsregierung streitet lautstark über Microsoft-Vertrag
- Alle drei Pokemon-Bausätze von Lego sind wohl hauptsächlich zum Anschauen gedacht. Wer das größte Set kauft, erhält Orden als Beigabe. Evoli, Pikachu und Co.: Lego stellt erste Pokemon-Sets vor
- Das KI-Modell „Eden“ soll neue Gentherapien gegen Krebs und seltene Krankheiten sowie Wirkstoffe gegen multiresistente Bakterien generieren. KI-Modell „Eden“: Hoffnung auf Heilung von Krebs und seltenen Krankheiten
- OpenZFS 2.4.0 bringt interessante neue Funktionen sowie viele Bugfixes. An einigen Stellen wie dem Block Cloning und mit NVMe scheint es noch Probleme zu geben. Holpriger Start: OpenZFS 2.4.0 mit schneller Verschlüsselung – und Problemen
- Die EU-Kommission feiert das automatisierte System zur Grenzkontrolle als Erfolg. Doch europäische Flughäfen berichten von zunehmendem Ungemach für Reisende. Streit um EU-Einreisesystem mit "Smart Borders" spitzt sich zu
- Im Februar könnten nach 53 Jahren erstmals wieder Menschen zum Mond starten. Die NASA beginnt jetzt mit den letzten nötigen Vorbereitungen für Artemis-2. Bemannte Mondmission Artemis-2: NASA-Riesenrakete vor ihrem Weg zur Startrampe
- Superionisches Wasser könnte für die besonderen Magnetfelder der Planeten Uranus und Neptun verantwortlich sein. Forscher haben es mithilfe von Röntgenlasern analysiert. Forscher entschlüsseln Struktur von superionischem Wasser mit Röntgenlaser
- Im Zollstreit zwischen der EU und China gibt es eine Art Kompromiss: Bestimmte Zusagen könnten Exporteuren von E-Autos aus China künftig hohe Abgaben ersparen. Mindestpreise statt Aufschläge: EU und China finden Zoll-Kompromiss für E-Autos
- Dass der KI-Chatbot Grok nicht mehr in aller Öffentlichkeit Fotos „entkleidet“, reicht Aufsichtsbehörden nicht. Derweil rücken Google und Apple in den Fokus. Sexuelle Deepfakes: Erste Staaten sperren Grok, Kritik an Google und Apple
- Saturn verschwindet aus immer mehr Innenstädten. Standorte werden in MediaMarkt-Filialen umgewandelt. Hält der Mehrheitseigner JD.com an beiden Marken fest? Filialnetz dünnt aus – was wird aus Saturn?
(akn)



