„Die Sims 4“ ist bereits 2014 erschienen, erhält aber immer noch Updates und verfügt weiterhin über eine breite Community. Diese will man nun direkter einspannen. Denn der Publisher Electronic Arts hat zum einen einen Community-Marktplatz vorgestellt und zum anderen das „Sims Maker“-Programm präsentiert. Im Wesentlichen ist das eine Initiative, um mit Mods Geld zu verdienen.
Modder können also ihre Gegenstände über den Community-Marktplatz gegen einen Obolus anbieten – EA zwackt sich natürlich eine dicke Provision ab. Was der Vertrieb also als großen Sieg für die Spieler feiert, ist natürlich in Wahrheit primär ein Weg, um mehr Einnahmen zu generieren. Zugleich können Kreative eben ihre Schöpfungen monetarisieren. Über den Marktplatz werden aber nicht nur Anwender ihre Schöpfungen anbieten können, auch das Entwicklerteam von „Die Sims 4“ wird dort verschiedene Packs anbieten.
Direkt gegen Echtgeld wird das nicht möglich sein, vielmehr müsst ihr erst mit eurem Zaster eine virtuelle Währung namens Moola kaufen. Letztere könnt ihr dann verwenden, um Maker Packs und Erweiterungen zu kaufen – warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Der Marktplatz für „Die Sims 4“ wird ab dem 17. März 2026 für Windows-PCs und Macs zur Verfügung stehen. An den PlayStation- und Xbox-Konsolen soll innerhalb der nächsten Monate die Einführung beginnen.
So funktioniert der Community-Marktplatz
Laut Electronic Arts behalten die Content-Ersteller die Rechte an ihren Objekten und entscheiden sowohl über die Gestaltung der Packs als auch über die Preise. Unterstützend können sie zur Erstellung die neue Maker Suite nutzen. Das sind offizielle Tools aber auch Leitfäden, die helfen, Inhalte voll kompatibel zu „Die Sims 4“ zu gestalten. EA checkt dabei alle Inhalte vor der Veröffentlichung, damit sie den Vorgaben entsprechen. So will man natürlich etwa obszönen Content ausschließen.
Ab dem 5. März 2026 könnten sich Anwender für das Maker-Programm bewerben und Inhalte einreichen. Laut EA soll der neue Community-Marktplatz dabei nicht kostenlose Inhalte verdrängen. Die dürfen Spieler bzw. Modder weiterhin auch auf anderen Plattformen für „Die Sims 4“ veröffentlichen. Aber: Wer Inhalte anderswo veröffentlicht, kann dieselben Inhalte nicht mehr in den offiziellen Marketplace schieben. Ich sehe da auch einen Versuch EAs, mehr Kontrolle über die Modding-Community zu erhalten.
EA haut dabei übrigens ordentlich rein: Verkauft ein Maker Inhalte über den Community-Marketplace, behält der Publisher ca. 70 % des ausgegebenen Moolas ein. Nur schätzungsweise 30 % gehen an den Inhaltsersteller. Für 100 investierte Moola erhält ein Creator also etwa 30 Cent. Kein Wunder also, dass der Publisher den Marketplace selbst deftig abfeiert.
Preislich sollen z. B. 200 Moola 2,49 US-Dollar kosten. Je größer die Summe, die ihr auf den Tisch legt, desto mehr der virtuellen Währung erhaltet ihr als Gegenwert, mit einem gewissen Mengenrabatt. Etwa gibt es für 49,99 US-Dollar 5.500 Moola. Verdienen könnt ihr Moola durch das Spielen übrigens nicht. Es bleibt nur die Kaufoption. Weder Moola noch gekaufte Marketplace-Inhalte können mit anderen Spielern getauscht oder gehandelt werden, stellt EA dabei noch klar.
Wie ihr euch sicherlich denken könnt, sind die bisherigen Reaktionen aus der „Die Sims 4“-Community eher negativ ausgefallen. Mal gucken, ob sich das Ganze am Ende für EA rechnet.
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1 month ago
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