
Der aktuelle Cybersicherheitsmonitor 2025 des BSI zeichnet nicht das beste Bild: Die Deutschen werden beim Schutz ihrer digitalen Identität zunehmend nachlässiger. Die repräsentative Studie, für die Anfang Februar über 3.000 Personen ab 16 Jahren befragt wurden, zeigt einen deutlichen Rückgang bei wichtigen Sicherheitsmaßnahmen.
Besonders auffällig ist die sinkende Nutzung der Zwei-Faktor-Authentisierung. Während 2023 noch 42 Prozent der Befragten diese zusätzliche Sicherheitsstufe nutzten, sind es 2025 nur noch 34 Prozent (eine Diskussion über die Arbeitsweise von Passkeys trete ich hier nun nicht los). Auch bei Software-Updates zeigt sich ein ähnlicher Trend: Der Anteil der Nutzer, die automatische Updates aktiviert haben, sank von 36 auf 27 Prozent. Bei manuellen Updates ist ein Rückgang von 30 auf 24 Prozent zu verzeichnen.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner mahnt angesichts dieser Entwicklung zu mehr Verantwortungsbewusstsein. Die aktuelle geopolitische Lage erfordere von allen Beteiligten – vom Staat über die Hersteller bis zu den Endnutzern – ein höheres Maß an Aufmerksamkeit für Cybersicherheit.
Die Zahlen zu konkreten Cybervorfällen geben ebenfalls Anlass zur Sorge: Zwar sank der Anteil der von Cyberkriminalität Betroffenen leicht auf sieben Prozent, doch der finanzielle Schaden bleibt konstant. Zwei Prozent der Befragten erlitten im vergangenen Jahr materielle Verluste durch Internetkriminalität.

Dr. Stefanie Hinz vom ProPK betont die Bedeutung von Prävention und Strafverfolgung. Um die Bevölkerung besser zu unterstützen, haben BSI und ProPK nun aktualisierte Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Diese „Checklisten für den Ernstfall“ bieten konkrete Hilfestellung bei Schadprogrammen oder Onlinebanking-Betrug – ein wichtiger Schritt, da mehr als die Hälfte der Befragten explizit nach solchen Informationen verlangt. Die vollständigen Ergebnisse des Cybersicherheitsmonitors 2025 sowie die erwähnten Checklisten stehen auf den Webseiten von BSI und ProPK zur Verfügung.
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6 months ago
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