Deutsche Post: Einschränkungen beim Warenversand in die USA

4 months ago 6

Die Deutsche Post weist darauf hin, dass es aufgrund neuer US-Zollvorschriften ab morgen zu temporären Einschränkungen beim postalischen Warenversand in die USA für Privat- und Geschäftskunden kommt. Das liegt an der Executive Order des US-Präsidenten Donald Trump: „Suspending Duty-Free De Minimis Treatment for all Countries“.

Mit Ablauf des 22. August müssen Deutsche Post und DHL Paket deswegen übergangsweise die Annahme und den Transport von Geschäftskunden-Paketen sowie Warenpost über den Postweg in die USA aussetzen. Es bleibt aber die Chance, weiterhin mit DHL Express zu versenden. Zudem können Privatpersonen aus Deutschland weiterhin an andere Privatpersonen in den USA Päckchen und Pakete versenden, die ausschließlich Geschenke enthalten und maximal einem Warenwert von 100 US-Dollar entsprechen. Diese müssen dann als „Gift“ deklariert sein.

Die neue Executive Order gilt offiziell ab dem 29. August 2025 und erfordert von Logistikunternehmen Prozesse für den postalischen Versand, die von den bisher geltenden Regelungen abweichen. Laut Deutscher Post seien da aber noch wesentliche Fragen offen – etwa wie und von wem die Zollgebühren künftig zu erheben sind, welche zusätzlichen Daten erforderlich sind und wie die Datenübermittlung an die amerikanische Zollbehörde (U.S. Customs and Border Protection) genau erfolgen soll. Deswegen gibt es eben Einschränkungen beim Versand in die USA.

Falls ihr denkt, ihr versendet dann eben künftig alles als Geschenk in die USA: Diese Sendungen sollen deutlich stärker als bisher kontrolliert werden, um einen Missbrauch privater Geschenkesendungen zum Versand kommerzieller Waren zu unterbinden. Betroffen ist von den Änderungen natürlich nicht nur die Deutsche Post, betroffen sind alle Logistikanbieter, welche den Versand in die USA anbieten. Viele andere haben ebenfalls bereits die Aussetzung des Versands in die USA angekündigt.

Versenden in die USA: Weitere Besonderheiten

Beim Versand von Dokumenten in Briefen ändert sich hingegen nichts. Weiter möglich ist zudem der Warenversand per DHL Express und der kommerzielle Import von Waren in die USA unter Anwendung der geltenden Zollsätze. Diese gelten auch für Privatkunden-Pakete mit einem Warenwert über 100 USD.

Alle kommerziell verzollten Sendungen, auch solche mit Warenwert unter 100 USD, sind in den USA nunmehr verzollungspflichtig. Für Waren aus Deutschland bzw. der Europäischen Union beträgt der Zollsatz voraussichtlich 15 Prozent des Warenwertes – einige Warengruppen können aber auch höheren Zöllen unterliegen. Bis zum Inkrafttreten der Executive Order gilt für Sendungen aus der Europäischen Union noch die derzeitige Regelung, dass Waren mit einem geringen Wert (bis 800 USD) ohne Zollgebühren in die USA importiert werden können. Mit den Änderungen werden alle Importe, außer eben rein private Sendungen mit Geschenken mit einem Wert von unter 100 USD, zum 29. August 2025 zollpflichtig.

Laut der Deutschen Post beobachte man die weiteren Entwicklungen genau und stehe auch in direktem Kontakt mit den US-Behörden. Man arbeite daran, den postalischen Warenversand in die USA so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Einen genauen Termin kann man dafür aber aktuell noch nicht nennen.

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