Der KI-Chatbot von DeepSeek aus China hat die etablierten Tech-Giganten der USA herausgefordert. Bei politisch sensiblen Themen wie Taiwan antwortet immer der Zensor.
31. Januar 2025, 11:22 Uhr
Das Start-up DeepSeek aus China hat mit seinem Chatbot R1 die Tech-Szene der USA schockiert, Technologie-Aktien an der Wall Street kurzzeitig abstürzen lassen und die Trump-Regierung im Wettbewerb mit China aufgerüttelt. Seit dieser Woche ist in der KI-Branche, die bislang von US-Unternehmen dominiert wird, nichts mehr wie zuvor.
Der Grund ist einfach: DeepSeek behauptet, für seinen jetzt veröffentlichten Chatbot das zugehörige Sprachmodell mit viel weniger Rechenleistung trainiert zu haben, als es die US-Konkurrenz tut. Und dass dafür weniger und auch ältere Hightech-Chips ausgereicht hätten. In nur zwei Monaten Trainingszeit und für nur umgerechnet sechs Millionen Euro sollen die DeepSeek-Entwickler das Sprachmodell gebaut haben.

