DeepSeek: Klaute die neue China-KI massenhaft bei ChatGPT?

1 year ago 11

Der Erfolg der chinesischen KI-App DeepSeek sorgte für ein Börsen-Beben. Die Chinesen haben ein Programm entwickelt, das in Teilen womöglich sogar dem Marktführer ChatGPT überlegen ist.

Jetzt steht ein brisanter Verdacht im Raum: Die DeepSeek-Entwickler sollen massenhaft Daten vom ChatGPT-Konzern OpenAI geklaut haben. Das berichtet das Wirtschaftsportal „Bloomberg“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Demnach sollen Sicherheitsforscher von Microsoft im Herbst Personen beobachtet haben, die große Datenmengen über eine OpenAI-Schnittstelle herunterluden. Die Gruppe steht demnach mit DeepSeek in Verbindung.

Trump-Beauftragter: „Erhebliche Beweise“

Der KI-Beauftragte von Donald Trump (78), David Sacks (52), sagte gegenüber „Fox News“: „Es gibt erhebliche Beweise dafür, dass DeepSeek hier Wissen aus OpenAI-Modellen destilliert hat, und ich glaube nicht, dass OpenAI darüber sehr glücklich ist.“ Genauere Details, welche Beweise der US-Regierung vorliegen, nannte er nicht.

Destillation wird im Bereich des maschinellen Lernens ein Prozess genannt, bei dem kleinere Modelle von größeren lernen, indem sie deren Verhalten und Entscheidungsmuster kopieren.

Trumps KI-Beauftragter David Sacks (52)

Trumps KI-Beauftragter David Sacks (52)

Auch ein OpenAI-Sprecher sagte am Mittwoch: „Wir wissen, dass (chinesische) Unternehmen – und andere – ständig versuchen, die Modelle führender US-amerikanischer KI-Unternehmen zu destillieren.“

Lügt DeepSeek über Ressourcen?

Dazu kommt: In den vergangenen Tagen wurden Zweifel an den Behauptungen von DeepSeek laut, wonach die KI-App nur mit älteren, weniger leistungsstarken Chips entwickelt wurde.

So sagte etwa der Milliardär Alexandr Wang (27), Chef des KI-Konzerns Scale AI, dass DeepSeek nach seinen Informationen 50.000 hochmoderne Nvidia-Chips vom Typ H100 besitze. Diesen dürfen chinesische Unternehmen eigentlich wegen US-Auflagen nicht nutzen.

Tesla-Boss Elon Musk (53) stimmte Wang auf X zu, schrieb dazu: „Offensichtlich.“ Auch Dario Amodei (41), Mitgründer des KI-Unternehmens Anthropic, glaubt: DeepSeek hat Zugang zu mehr Ressourcen, als es zugibt.

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