Im letzten Jahr ist Hideo Kojimas „Death Stranding 2: On the Beach“ für die Sony PlayStation 5 erschienen. Ich habe das Game „damals“ an der PlayStation 5 Pro auch getestet. Grundsätzlich hat es mir gut gefallen, ein richtiger Fan der Marke werde ich aber wohl nicht mehr. Zu monoton ist mir im Gesamtbild das Lieferboten-Gameplay. Inzwischen liegt jetzt auch eine Portierung für den PC vor. Lohnt sich hier ein zweiter Blick?
Am Gameplay hat sich natürlich nichts getan. Weiterhin dreht sich die Handlung um eine postapokalyptische Erde, in welcher Sam Porter Bridges, via Motion Capturing verkörpert und im englischsprachigen Originalton auch gesprochen von Norman Reedus („The Walking Dead“), dazu beiträgt die Menschheit wieder zu vernetzen. Dafür liefert er allerlei Komponenten von A nach B. Im Grunde ist „Death Stranding 2: On the Beach“ also eine einzige Fetch-Quest.
Allerdings setzt das Sequel stärker als der Erstling auf Kämpfe und gibt euch zudem häufig Fahrzeuge an die Hand, sodass das Gameplay insgesamt rasanter ausfällt. Das wird einigen Gamern als willkommene Auflockerung erscheinen, während andere bedauern werden, dass ein Teil des meditativen Flairs des Erstlings entschwunden ist. Aber wie steht es denn um die Technik der PC-Fassung von „Death Stranding 2: On the Beach“? Gestemmt wurde die Entwicklung dabei von Nixxes.
Mein Test-System:
CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D
CPU-Kühler: Noctua NH-D15 G2
Motherboard: MSI Tomahawk Wi-Fi AMD X670E
RAM: 64 GByte G.Skill Trident Z5 Neo RGB DDR5-6000 CL30
Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 5080
SSD: Kingston Fury Renegade 2 TByte + WD_Black SN850 1 TByte
Externer Zusatzspeicher: SanDisk Extreme Portable SSD mit 8 TByte
Netzteil: be quiet! Power Zone 2 (1.000 Watt)
Tower: be quiet! Dark Base Pro 901 (White)
„Death Stranding 2: On the Beach“ ist eine gelungene Portierung
Sony und Kojima Productions haben sich für „Death Stranding 2: On the Beach“ auf dem PC einen denkbar ungünstigen Veröffentlichungszeitraum gewählt. Denn das Spiel ist am selben Tag erschienen wie „Crimson Desert“. Kein Wunder also, dass das Game in Communities und Presse weitgehend untergegangen ist. Da muss sich Sony bei solchen Aktionen irgendwo auch nicht wundern, wenn sich die hauseigenen PC-Portierungen schlechter verkaufen als erwartet. Dabei bietet die PC-Umsetzung gegenüber der bereits exzellenten PS5-Version einige Vorzüge.
Beispielsweise könnt ihr „Death Stranding 2: On the Beach“ auch im Ultrawide-Format zocken. Dafür benötigt ihr nicht zwangsweise einen Ultrawide-Monitor. Vielmehr lässt sich das Format auch an 16:9-Displays aktivieren, wenn ihr dann mit den schwarzen Balken leben könnt. Ich konnte den Titel zudem in höchsten Einstellungen bei 4K-Auflösung und leichtem Upscaling via DLSS im Qualitätsmodus mit 60 fps zocken. So kommt eine wesentlich höhere Bildqualität als an der PS5 zustande – potenter Rechner vorausgesetzt. Am Ende bekommt ihr also 60 fps mit deutlich höherer Auflösung und mehr Grafikpracht als an einer PlayStation 5 Pro. Das lohnt sich definitiv.
„Death Stranding 2: On the Beach“ unterstützt auch die (Multi)-Frame-Generation von Nvidia. Ich bin aktuell kein Fan der Technik, weil mir der Bruch zwischen flüssiger Darstellung und der Eingabeverzögerung zu groß ist. Allerdings könnt ihr damit natürlich die Bildrate noch deftig erhöhen. Nvidia Reflex kann dann eingreifen, um den Input-Lag zumindest etwas in den Griff zu bekommen. Alternativ könnt ihr im Übrigen auch das PICO-Upscaling der Decima-Engine verwenden. Das ist durchaus eine brauchbare Alternative zu DLSS. Das Bild wird damit zwar spürbar softer, dafür ist das Bild aber etwas sauberer bzw. ruhiger, denn es gibt weniger Artefakte.
Kleiner Hinweis: Beim ersten Spielstart führt „Death Stranding 2: On the Beach“ einen längeren Shader-Kompilierungsvorgang durch. Das kostet je nach CPU etwas Zeit, erspart euch aber im laufenden Gameplay Ruckler. Und so ist dieser Titel dann auch eine absolut saubere PC-Portierung mit modernen Komfortfunktionen wie DLSS und anderen Upscaling-Techniken, Frame-Generation, Reflex, Ultrawide-Support und mehr.
Mein Kurzfazit
„Death Stranding 2: On the Beach“ ist ein Spiel, an dessen Gameplay und absurder Story sich die Geister scheiden. Das bleibt auch bei der PC-Fassung freilich so. Technisch sieht es anders aus, denn Nixxes hat eine saubere Portierung vorgelegt, die moderne Technik wie DLSS einbezieht. So habt ihr die Chance, das neueste Spiel von Hideo Kojima am Rechner in der mit Abstand besten, technischen Qualität zu genießen.
Selbst die bereits beeindruckende PS5-Pro-Version lässt die PC-Fassung hinsichtlich Ray-Tracing, Auflösung, Bildqualität und Details also alt aussehen. Das alles macht das Spiel weder besser noch schlechter, trägt aber natürlich zum Genuss bei. Schade, dass Sony sich entschieden hat, „Death Stranding 2: On the Beach“ ausgerechnet am 19. März 2026 zu veröffentlichen – zeitgleich mit „Crimson Desert“. So fürchte ich, dass große Teile der Zielgruppe entweder gar nicht oder erst deutlich verspätet ihren Blick auf das Abenteuer von Sam Porter Bridges richten werden.
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