Corning muss Exklusivverträge für Display-Glas lockern

5 months ago 6

Die EU-Kommission hat neulich eine Entscheidung im Bereich der Displaytechnologie getroffen. Der US-Glashersteller Corning, bekannt für sein Gorilla Glass, muss seine Geschäftspraktiken beim Verkauf von speziellen Displaygläsern ändern.

Die Entscheidung betrifft das sogenannte Alkali-Aluminosilikatglas, das hauptsächlich als Deckglas in Smartphones und anderen mobilen Geräten zum Einsatz kommt. Nach einer Untersuchung der EU-Kommission wurde festgestellt, dass Corning seine marktbeherrschende Stellung möglicherweise missbraucht hat, indem es Exklusivverträge mit Geräteherstellern und Glasverarbeitern abgeschlossen hat.

Um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen, hat Corning nun mehrere Zusagen gemacht. Das Unternehmen wird künftig auf Exklusivitätsklauseln in seinen Verträgen verzichten. Für den Europäischen Wirtschaftsraum darf Corning keine Mindestabnahmemengen mehr vorschreiben. Weltweit gilt eine Obergrenze von 50 Prozent für den Bezug von Alkali-AS-Glas und transparenter Glaskeramik.

Interessant ist, dass die Vereinbarungen mit Apple von diesen Regelungen ausgenommen sind. Die EU-Kommission sieht die speziell für Apple entwickelten Glasprodukte als separaten Markt an. Da sind dann andere Materialien drin. Die neuen Verpflichtungen gelten für die nächsten neun Jahre und werden von einem unabhängigen Treuhänder überwacht.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Read Entire Article