ChatGPT-Gespräche landeten im Google-Index

5 months ago 6


Ein interessantes Phänomen machte die Runde: Google indexierte öffentlich geteilte ChatGPT-Konversationen. Was zunächst harmlos klingt, konnte für einige Nutzer zum Problem werden. Über 70.000 Unterhaltungen mit dem KI-Chatbot waren zwischenzeitlich über die Google-Suche auffindbar. Gestern Abend funktionierte das Ganze im Test auch bei mir, nach der Berichterstattung hat man wohl flugs etwas geändert.

Das Prinzip ist einfach: Wer einen ChatGPT-Chat mit anderen teilen möchte, generiert einen Link. Diese Links waren nicht durch eine robots.txt oder andere technische Maßnahmen vor der Indexierung geschützt. Google nahm sie daher in seinen Suchindex auf. Darunter befanden sich nicht nur kuriose Unterhaltungen, sondern auch sensible Informationen und möglicherweise interne Firmendaten. Dennoch gab es hinterher eine Erklärung.

„ChatGPT-Chats sind nicht öffentlich, es sei denn, Sie teilen sie“, sagte ein OpenAI-Sprecher gegenüber der US-Seite TechCrunch. „Wir haben Möglichkeiten getestet, hilfreiche Gespräche einfacher zu teilen und gleichzeitig den Nutzern die Kontrolle zu lassen. Vor Kurzem haben wir ein Experiment beendet, bei dem Chats in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt werden, wenn Sie beim Teilen ausdrücklich zugestimmt haben.“

Mit einer gezielten Suchanfrage nach dem Muster „site:chatgpt.com/share“ plus beliebige Suchbegriffe ließen sich diese Gespräche dann aufspüren. Was Nutzer als private oder halb-private Mitteilung gedacht haben, wurde plötzlich öffentlich sichtbar. Ob sie gelesen haben, dass sie Teil des Experiments waren, ist vermutlich zu bezweifeln.

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