Bundesnetzagentur zieht Millionen Geräte aus dem Verkehr

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Die Bundesnetzagentur hat mal wieder Bilanz gezogen und die Zahlen für das Jahr 2025 auf den Tisch gelegt. Dabei zeigt sich, dass die Marktüberwachung ordentlich zu tun hatte. Insgesamt wurden Mängel an 7,7 Millionen elektronischen Geräten festgestellt.

Klaus Müller, der Präsident der Behörde, verweist in diesem Zusammenhang auf den Verbraucherschutz und den fairen Wettbewerb, denn viele der aufgespürten Geräte dürften in Europa eigentlich gar nicht über die Ladentheke gehen. Probleme gab es sowohl bei formalen Dingen wie fehlenden CE-Kennzeichen oder unvollständigen Herstellerangaben als auch bei der Technik selbst.

Der Blick in den Onlinehandel offenbart 1.266 auffällige Angebote. Das ist zwar ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, betraf aber in der Summe über 5 Millionen Geräte, die nach Meldung von den Plattformen verschwanden. Ganz vorne mit dabei waren bestimmte Funkgeräte und Smartwatches. Letztere fielen teils durch simulierte Blutzuckermessungen auf, die technisch gar nicht vorhanden waren. Solche Modelle sind im EU-Schnellwarnsystem Safety-Gate als nicht verkehrsfähig gelistet und verstoßen gegen das Funkanlagengesetz.

Im klassischen Einzelhandel sah man sich knapp über 2.100 Gerätetypen an. Das Ergebnis ist ernüchternd, denn 58 Prozent hielten die Vorgaben nicht ein, was rund 1,9 Millionen Geräten entspricht. Unter der Lupe lagen auch Wechselrichter für PV-Batteriespeicher. Ein Modell strahlte so stark, dass es Router in der Nachbarschaft stören konnte – so einen Nachbarn hat man natürlich gerne in seiner Hood.

Der Hersteller musste daraufhin Produktion und Vertrieb einstellen. Auch an der Grenze wird kontrolliert. Der Zoll meldete über 8.200 verdächtige Sendungen, deutlich mehr als 2024. Fast 89 Prozent davon durften nicht rein, was eine Stückzahl von über 359.000 gestoppten Geräten bedeutet. Wer tief in die Zahlen eintauchen will, findet die Details in der Jahresstatistik der Bundesnetzagentur.

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