Bund und Länder werden gemeinsam rund fünf Milliarden Euro in die Digitalisierung von Schulen investieren. Der Digitalpakt 2.0 soll schnellere Anträge ermöglichen.
Aktualisiert am 18. Dezember 2025, 15:45 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, vra
Bund- und Ländervertreterinnen haben sich auf eine Neuauflage des Digitalpakts geeinigt. Bei der Bildungsministerkonferenz in Berlin einigten sich Bund und Länder darauf, in den nächsten fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro in die Digitalisierung von Schulen zu investieren. Der sogenannte Digitalpakt 2.0 muss noch ratifiziert werden.
Die erste Auflage dieser Digitalisierungsförderung lief 2024 aus. Wegen des Koalitionsbruchs der Ampel-Regierung wurde eine bereits geplante Nachfolgeregelung nicht mehr verabschiedet. Aus diesem Grund soll der Pakt rückwirkend zum 1. Januar 2025 gelten, sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU).
Anders als beim ersten Digitalpakt, bei dem der Bund 90 Prozent (rund 6,5 Milliarden Euro) beisteuerte, wird der Nachfolger ausgeglichen mit jeweils 2,5 Milliarden Euro von Bund und Ländern finanziert. Der Anteil des Bundes soll größtenteils aus dem Sondervermögen für Infrastruktur gezahlt werden.
Fokus auch auf Forschung und Wartung
"Es ist nicht einfach nur eine Fortsetzung", sagte Prien. Das Geld solle auch für die Fort- und Ausbildung genutzt werden, damit Lehrkräfte die Technik sinnvoll nutzen könnten. Abgesehen davon solle es "verlässliche Wartungs- und Supportstrukturen" geben.
Neu eingerichtet werden sollen zudem fünf neue Forschungscluster und eine wissenschaftliche Vernetzungsstelle, fügte SPD-Bildungssprecherin Jasmina Horstert hinzu. Dort sollen neue Ansätze für digitalen Unterricht entwickelt werden.
Opposition lobt Einigung
Die Präsidentin der Konferenz und Bildungsministerin in Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg (Linke), nannte die Einigung "ein starkes Signal für unsere Schulen". Bund und Länder übernähmen gemeinsam Verantwortung.
Auch von einer anderen Oppositionspartei kommen positive Stimmen. Anja Reinalter, Bildungspolitikerin bei den Grünen, kritisierte zwar die späte Einigung und das zu geringe Volumen, nannte den neuen Pakt aber ein "ein wichtiges Zeichen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulträger". Es gebe endlich Planungssicherheit.



