Brave testet Container: Profil-Chaos im Browser aufräumen

1 week ago 6


Im Nightly-Build von Brave ist eine Funktion aufgetaucht, die Firefox-Nutzer schon lange kennen: Container. Die Option steckt noch hinter einem Flag und wirkt an ein paar Stellen noch unfertig, läuft aber schon im normalen Browserprofil. Die Aktivierung läuft aktuell noch über brave://flags. Dort muss die Einstellung „Enable Containers“ aktiviert werden, danach startet der Browser neu und die Funktion hängt im Hintergrund mit drin. Eine große Oberfläche oder ein prominenter Umschalter fehlen noch.

Im Alltag kann das trotzdem schon helfen. In Brave lassen sich mit Containern mehrere Sitzungen derselben Seite parallel nutzen, ohne ständig Profile oder Fenster zu wechseln. Im Split View kann links zum Beispiel Facebook mit Login laufen, während rechts Facebook im anderen Container komplett jungfräulich startet, als wäre noch nie ein Konto eingeloggt gewesen. Gleiches Spiel mit Google: Zwei Konten in einem Profil, einem Fenster, sogar in einem Tab-Stack nutzbar, ohne alberne Workarounds. Ein Konto privat für YouTube und Mail, daneben das Schul- oder Arbeitskonto mit Drive und Docs offen, wenn Notizen anstehen. Alles nebeneinander, ohne Zweitprofil und Fensterflut, vom Prinzip her wie bei Firefox.

Ganz rund ist das noch nicht. Einen Container zu öffnen ist umständlich, weil erst ein normaler Tab mit der gewünschten Seite geöffnet werden muss. Erst dann gibt es per Rechtsklick auf diesen Tab die Möglichkeit, ihn im Container zu starten. Firefox löst das direkter, dort springt beim Rechtsklick oder längeren Druck auf den Neu-Tab-Button sofort die Containerliste auf. In Brave lässt sich zwar ein Link in einem Container öffnen, aber keine Lesezeichen direkt zuordnen. Auch hier gilt wieder: Erst Seite normal laden, dann in den Container schicken. Das nervt auf Dauer und schreit nach einer sauberen Oberfläche mit Container-Auswahl direkt beim Öffnen. Wird aber sicherlich noch geändert. Ein Schritt ist es.

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