Bolt steckt 25 Millionen Euro in neue E-Scooter-Generation mit aktiven Sicherheitssystemen

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Bolt legt in Deutschland nach und investiert rund 25 Millionen Euro in eine neue E-Scooter-Generation für den hiesigen Markt. Das neue Modell hört auf den Namen Bolt 7, etwa 20.000 Exemplare sollen in den nächsten Wochen in ausgewählten Städten landen. Den Anfang machen Berlin und Hamburg, weitere Städte dürften folgen, wenn der Rollout steht. Deutschland ist damit das erste Land in Europa, in dem Bolt die neue Hardware großflächig auf die Straße bringt.

Der Bolt 7 wurde für den Dauerbetrieb im Stadtverkehr ausgelegt. Also weniger Wegwerf-Roller, mehr Langläufer für Sharing. Laut Bolt ist der Scooter auf eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren im Sharingbetrieb ausgelegt. Das soll Ressourcen sparen und dafür sorgen, dass nicht ständig neue Fahrzeuge nachgeschoben werden müssen. Gleichzeitig versucht Bolt, die steigenden Vorgaben von Städten und Gesetzgebern sauber abzubilden, Stichwort Sicherheit, Parkzonen und Regelverstöße.

Kernstück der neuen Generation ist eine Mischung aus neuer Hardware und einer Steuerung, die während der Fahrt aktiv eingreift. Bolt spricht von aktiver Sicherheitstechnologie und digitalen Compliance-Systemen. Gemeint sind Funktionen, die nicht nur anzeigen, was erlaubt ist, sondern das Fahrverhalten auch technisch beeinflussen können. Ein offensichtlicher Baustein ist das neue LC-Display im Lenker. Darüber laufen Navigationshinweise, die aktuelle Geschwindigkeit sowie Infos zu Park- und Sperrzonen direkt im Sichtfeld des Fahrers. Zusätzlich lassen sich standortbasierte Warnungen in Echtzeit einblenden, etwa bei Gefahrenstellen, lokalen Tempolimits oder Hinweisen zum korrekten Parken. Praktisch: Das System kann direkt zur nächsten zulässigen Parkfläche führen, was in Innenstädten mit strengen Vorgaben einiges an Sucherei sparen dürfte.

An der Hardware selbst wurde ebenfalls geschraubt. Die Frontbeleuchtung soll viermal stärker sein als bei älteren Modellen, was im dichten Stadtverkehr hilft, überhaupt wahrgenommen zu werden. Die regenerativen Bremsen wurden überarbeitet, um ein stabileres Bremsverhalten hinzubekommen. Fährt jemand zu schnell, melden sich akustische Warnsignale. Dazu kommt eine Predictive Traction Control, die das Drehmoment automatisch anpasst, etwa auf nassem Kopfsteinpflaster, glatter Fahrbahn oder beim Queren von Straßenbahnschienen. Unterm Strich soll der Roller damit weniger rutschig wirken, wenn der Untergrund schwierig wird. Die Bauweise wurde laut Bolt auf mehr Stabilität und leichtere Wartung getrimmt, was bei Flottenbetrieb direkte Kostenfrage ist.

Neben der Hardware rollt Bolt neue Kontrollmechanismen für die Nutzung aus. Wichtiges Stichwort hier: ParkAssist+. Das System arbeitet KI-gestützt und prüft Parkvorgänge. Am Ende jeder Fahrt wird ein Foto des abgestellten Scooters fällig. Die Software checkt dann, ob das Fahrzeug sauber und regelkonform steht. Wenn nicht, kommt eine Aufforderung zur Korrektur. So sollen wild abgestellte Roller reduziert und die Vorgaben der Kommunen besser eingehalten werden.

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