Big Tech vs. Scam: Amazon, Google, OpenAI und mehr tun sich zusammen

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Bild von Markus Winkler via Unsplash

Acht bedeutende Tech-Unternehmen, darunter Amazon. Google und OpenAI, haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. So wollen die Firmen miteinander Daten über Cyberbedrohungen und Scams teilen, um vereint dagegen vorgehen zu können. Auf diese Weise will man auch der Bedrohung durch KI, die zunehmend von Kriminellen ausgenutzt wird, Herr werden.

Konkret haben die Unternehmen eine Vereinbarung mit der Überschrift „Online Services Accord Against Scams“ unterzeichnet. Unter den Teilnehmern sind insgesamt Adobe, Amazon, Google, LinkedIn, die Match Group (Tinder), Meta und OpenAI. Gemeinsam will man auch an Best-Practices arbeiten und diese dann über internationale Foren, wie etwa die Global Anti-Scam Alliance und die Tech Against Scams Coalition zugänglich machen (via Axios).

Auch wollen die genannten Konzerne z. B. neue Abwehr-Tools einführen, um Betrug schneller zu erkennen. Für finanzielle Transaktionen will man die Sicherheit durch Verifizierungsmaßnahmen auf beiden Seiten erhöhen. Was eigentlich selbstverständlich sein sollte: In der Vereinbarung macht man sich auch zur Aufgabe, klare Wege für Nutzer aufzuzeigen, um Scams zu melden. Ebenfalls will man Regierungen aufrufen, die Scam-Bekämpfung zur Priorität zu machen.

Viel Gerede, wenige Taten?

Ob wirklich etwas in der Praxis dabei herauskommt, oder es sich mehr um eine schöne Imagekampagne handelt, muss jedoch die Zeit zeigen. Es handelt sich ja um eine freiwillige Angelegenheit. Legen sich die Beteiligten auf die faule Haut, hat das keine Konsequenzen im Hinblick auf ihre Vereinbarung. Obendrein haben die Unternehmen sich teilweise in Einzelfällen schon ausgeholfen, um Scams einzudämmen. Damit ist offen, inwiefern man da vielleicht nur bereits laufende Kooperationen nochmal öffentlichkeitswirksam abfeiert.

Microsoft, steckt ja hinter LinkedIn, z. B. betont, dank der Vereinbarung sei eine breitere Zusammenarbeit möglich, die sich nicht auf Einzelfälle beschränkt. Sinnvoll ist so eine Kooperation natürlich schon, denn oft nutzen Scammer auch mehrere Plattformen im Tandem. Als Beispiel könnte ein Scam bei der Dating-Plattform Tinder seinen Anfang nehmen und sich dann etwa in WhatsApp als Messenger fortsetzen. Hier könnten die Betreiber dann mit engeren Absprachen effizienter Muster erkennen und Betrugsmaschen vorbeugen.

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