
Neulich hat BenQ seine ScreenBar Halo 2 vorgestellt. Sie soll ein Upgrade zu den anderen Beleuchtungsprodukten des Herstellers sein. Da ich schon zwei Modelle auf freiwilliger Basis im Einsatz habe, hat mich BenQ gefragt, ob ich auch einen Blick auf das neue werfen wolle. Als jemand, der die längste Zeit des Tages am Schreibtisch sitzt, habe ich mich nicht zweimal bitten lassen. Wer die Screenbar-Modelle kennt, der weiß, woher der Wind weht – und auch andere Hersteller verfolgen ja ähnliche Konzepte.

Das Aluminium-Gehäuse sitzt dank eines neu entwickelten, gewichtsbasierten Klemmsystems sicher auf nahezu jedem Monitor – von dünnen Laptop-Displays bis hin zu gewölbten Gaming-Monitoren mit 1000R Krümmung. Dabei kommt die Halterung ohne Schrauben oder Klebestreifen aus und schont durch zusätzliche Polsterung die Monitorfläche. Erfreulich ist auch, dass BenQ nun eine Webcam-Halterung direkt mitliefert.

Die ist aber optional und kann aufgeklebt werden. Klebestreifen liegen im Karton dabei. Das ist natürlich für alle funky, die eine Webcam auf dem Monitor haben. Ich habe ein Studio Display mit eingebauter Cam, da sieht es so aus, dass der Halter genau über der Grenze der Cam sitzt. Heißt: Endlich sieht man den Rand nicht mehr, vorher war das bei den Vorgängern „gerade mal so“. Sauber!

Technisch überzeugt die Halo 2 mit einer maximalen Helligkeit von 1000 Lux und einem Farbwiedergabeindex von über 95. Die Farbtemperatur lässt sich stufenlos zwischen 2700 und 6500 Kelvin einstellen. Das neue kabellose Bedienelement mit LCD-Display zeigt präzise die aktuellen Einstellungen an und lässt sich per USB-C aufladen.

Die Hintergrundbeleuchtung wurde im Vergleich zur Halo deutlich verbessert (Pro und Plus haben gar keine) und sorgt nun für eine gleichmäßigere Ausleuchtung der Wand hinter dem Monitor. In Verbindung mit der blendfreien Hauptbeleuchtung entsteht so nette Arbeitsumgebung. Übrigens: Beide Leuchten lassen sich über den Puck steuern – oder eben automatisch abstimmen. An Bord ist auch ein Bewegungssensor. Der sorgt dafür, dass die Lampe ausgeschaltet wird, wenn ihr euren Platz verlasst – oder eben angeht, wenn ihr wieder am Start seid.


Habe ich einen Kritikpunkt? Jau, den Automatikmodus. Er passt zwar die Helligkeit an, fixiert die Farbtemperatur aber auf 4000 Kelvin. Eine dynamische Anpassung der Farbtemperatur wäre schon toll gewesen. Und müsste ich viel jammern, dann würde ich anmerken, dass der Controller mehr als einmal angetippt werden muss, um einen Modus zu ändern, ebenso muss man ihn anmachen, um die Helligkeit zu steuern. Auf lange Sicht hätte ich vielleicht auch gesagt, dass besser Batterien drin gewesen wären – und nicht ein wiederaufladbarer Akku.
Mit einem Preis von 179 Euro ist die ScreenBar Halo 2 wahrhaft kein Schnäppchen. Für ambitionierte Nutzer, die viel Zeit am Bildschirm verbringen, rechtfertigt die gebotene Qualität aber vielleicht die Investition. Da steht nichts rum, sie sieht gut aus – und sie leuchtet auch gut aus. Aber ja, für gelegentlich ist das mit Kanonen auf Spatzen geschossen, da gibts dann auch etwas anderes von anderen Herstellern.
Die BenQ ScreenBar Halo 2 ist für mich persönlich aktuell die ausgereifteste Monitor-Leuchte des Herstellers. Sie verbindet durchdachte Ergonomie mit hochwertiger Verarbeitung und überzeugender Lichttechnik. Muss man upgraden? Quatsch! Bonustipp: Ihr müsst nicht das mitgelieferte Netzteil nutzen, die Lampe läuft – zumindest bei mir – ganz normal über USB-C am Monitor.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

9 months ago
10


