be quiet! Dark Perk Ego und Sym: Gaming-Mäuse ausprobiert

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be quiet! hat mit den Dark Perk Sym und Dark Perk Ergo eine neue Gaming-Maus in zwei Varianten auf den Markt gebracht. Technisch sind die beiden Eingabegeräte identisch. Die Abweichungen liegen im Design. So ist die Dark Perk Sym, wie der Name schon andeutet, symmetrisch gestaltet worden. Die Form eignet sich also für Links- und Rechtshänder. Hingegen ist die Ergo-Variante ausschließlich für Rechtshänder gedacht. Ich habe beide Modelle einmal an meinem Gaming-PC für euch ausprobiert.

Letzterer nutzt im Übrigen auch einen Tower und ein Netzteil der Marke, sodass die be quiet! Dark Perk Ergo|Sym da in guter Gesellschaft ist. Ursprünglich hatte die Marke aus meiner unmittelbaren Umgebung, der Firmensitz in Glinde ist nur eine halbe Stunde Autofahrt von mir entfernt, seine Gaming-Maus parallel zu den Tastaturen Dark Mount und Light Mount enthüllt. Die Verfügbarkeit hat sich dann aber hingezogen. Auch für die Maus dient dabei das hauseigene IO Center als Begleit-App, das in abgespeckter Version auch übers Web erreichbar ist.

Technische Daten der be quiet! Dark Perk Ergo|Sym

  • Gaming-Maus
  • Design: symmetrisch bei der Dark Perk Sym; ergonomischer Stil für Rechtshänder bei der Dark Perk Ergo
  • Optischer Sensor: PixArt PAW3950
  • Abtastrate: bis zu 8.000 Hz
  • Sensorauflösung: bis zu 32.000 DPI
  • Switches: Omron D2FP-FN2
  • Akkulaufzeit: bis zu 110 Stunden (bei 1.000 Hz)
  • Gewicht: 55 g
  • Besonderheiten: Gleitfüße aus PTFE, interner Speicher für mehrere Profile
  • Preis: 109,90 Euro (UVP)

Die unverbindliche Preisempfehlung der be quiet! Dark Perk Ergo|Sym steht zwar bei 109,99 Euro, im Handel ist sie aber schon für 95 bis 100 Euro erhältlich.

Ausstattung und Verarbeitung

Die be quiet! Dark Perk ist an der Unterseite offen. Bei den Vorerserienmodellen, die ich im letzten Jahr auf einem Event begutachten konnte, sah man da sogar einige Kabel herumflattern, das ist jetzt nicht mehr der Fall. Mir persönlich gefällt dieser Kniff, der natürlich vor allem das Gewicht reduzieren soll, dennoch nicht wirklich. Denn aufgrund der geöffneten Unterseite können natürlich ungehindert Staub, Schmutz oder im schlimmsten Fall Feuchtigkeit ins Innere gelangen.

Im Lieferumfang liegen nebst der Maus selbst jeweils eine Anleitung, Ersatz-Gleitfüße sowie ein prägnantes USB-C-auf-USB-A-Ladekabel (1,8 m) in der Farbe Orange bei. Dazu gibt es noch einen USB-Adapter sowie einen kleinen USB-A-Dongle, den ihr für die 2,4-GHz-Verbindung benötigt. Alternativ zur kabellosen Verbindung ist auch die Nutzung mit dem USB-Kabel während der Aufladung möglich.

Die be quiet! Dark Perk Ergo bzw. Sym bietet vier dedizierte Tasten und ein klickbares Mausrad. Zwei der Tasten sitzen an der linken Seite, dazu kommen die beiden Hauptschalter an der Oberseite. Da vermisse ich ein wenig eine dedizierte, kleine DPI-Taste, wie sie bei vielen Konkurrenzmodellen üblich ist. Linkshänder dürften zudem bei der Sym-Version stören, dass die seitlichen Tasten nur links sitzen und für sie daher zwangsweise mit dem Daumen unerreichbar bleiben.

Die Dark Perk Sym ist im Übrigen ein paar mm länger, aber dafür etwas flacher als die Dark Perk Ergo. Bei der Handhabung merkt man das bei diesen geringen Unterschieden meiner Ansicht jedoch nicht, zumal das Gewicht von 55 g identisch bleibt. Spannend ist, dass die beiden Haupttasten sich beim Klicken ziemlich gedämpft bzw. dumpf anfühlen. Subjektiv sind sie dadurch schwerer anzuklicken, dafür aber deutlich leichter als bei Konkurrenten wie der Razer Viper V3 Pro. Ähnlich verhält es sich mit dem Mausrad, das ich etwas schwergängig finde, das aber ebenfalls leise rotiert.

Die be quiet! Dark Perk verzichtet auf eine RGB-Beleuchtung. Der Hersteller hat sich stattdessen überraschend viel Mühe gegeben, das Eingabegerät möglichst neutral zu halten. Die Mini-Status-LED sitzt links unter der Oberfläche und der Marken-Schriftzug an der rechten Maustaste ist gewissermaßen nur bei richtigem Licht überhaupt lesbar. Der Power-Regler sitzt dabei an der Unterseite.

Praxistest der be quiet! Dark Perk Ergo|Sym

Wie schon erwähnt, nehmt ihr Updates und Einstellungen über die Begleit-App IO Center vor. Die gibt es jedoch nur für Windows. Auf anderen Systemen könnt ihr eine abgespeckte Webversion in Chromium-basierten Browsern nutzen. Über das IO Center lassen sich z. B. eigene Makros erstellen, die DPI-Stufen anpassen sowie die Pollingrate ändern. Wie schon erwähnt könnt ihr bis zu 8.000 Hz nutzen, um die Eingabeverzögerung auf ein Minimum zu senken. Das ergibt allerdings nur für E-Sportler wirklich Sinn. Im Alltag habe ich es deswegen bei 1.000 Hz belassen, was auch für Shooter und Co. absolut ausreicht.

Da ich Rechtshänder bin, hat mir von der Form her übrigens die Dark Perk Ergo etwas besser gefallen. Das ist aber auch Geschmackssache. Generell musste ich mich dabei umgewöhnen, da ich zum Arbeiten z. B. eine Logitech MX Master 4 verwende, die deutlich größer und schwerer ist. Privat zocke ich am Rechner eher mit dem Controller. Insofern brauchte es da etwas Eingewöhnung, bis ich mit der Gaming-Maus von Dark Perk intuitiv spielen konnte. Sehr angenehm ist dabei dann die Kombination aus geringem Gewicht und den Gleitflächen, die dafür sorgt, dass die Maus mit wenig Anstrengung nur so flutscht.

Dabei werden Bewegungen absolut präzise umgesetzt und beim Zocken ist mir absolut nichts Negatives aufgefallen. Bestenfalls könnte die matte Oberfläche etwas mehr Grip haben. Im Übrigen fehlt es der be quiet! Dark Perk Ergo|Sym an Bluetooth als Schnittstelle. Für die kabellose Nutzung ist also der beiliegende Dongle zwingend erforderlich. Im Betrieb habe ich dabei auch die bereits erwähnte, geringe Lautstärke der Buttons schnell schätzen gelernt. Wer aber Shooter im Dauerfeuer-Modus spielen möchte, wird sich vielleicht etwas an den „dumpfen“ Tasten und dem schwergängigeren Scrollrad als bei den meisten Konkurrenten stören.

Ansonsten setzt generell kaum Ermüdung ein, weil das niedrige Gewicht, die Gleitfüße und die hohen DPI-Werte auch eine leichtgängige Nutzung mit minimalen Bewegungen ermöglichen. Ich muss jedoch zugeben, dass mir in der Handhabe subjektiv die Turtle Beach Burst II Pro noch etwas besser gefallen hat, auch weil sie rechts eine zusätzliche DPI-Taste bietet. Jene ist allerdings etwas teurer und im Design aus meiner Sicht ein wenig „rustikaler“. Zumal der Sensor „nur“ 30.000 DPI bietet.

Mein Fazit

Die be quiet! Dark Perk Ergo|Sym ist ein gelungener Einstand des Herstellers auf dem Markt für Gaming-Mäuse. Welches Modell ihr vorzieht, ist subjektiv bzw. der ergonomischen Präferenz geschuldet. Technisch sind beide Nager identisch. Mir gefällt das schlichte Design sehr, auch wenn die offene Unterseite mich skeptisch bezüglich möglicher Schmutzablagerungen macht. Auch hätte ich mir eine dedizierte DPI-Taste gewünscht, wie sie viele Konkurrenzmodelle verwenden.

Ansonsten ist diese Gaming-Maus eine ziemlich schnörkellose Sache. Punkten kann die be quiet! Dark Perk Ergo|Sym etwa mit den leisen Tasten, die dafür aber auch etwas mehr Widerstand haben, bzw. sich gedämpft / dumpf anfühlen. Auch das Scrollrad empfinde ich persönlich als minimal schwergängig. Dafür ist die Betriebslautstärke eben niedriger als bei der Konkurrenz. Kombiniert mit dem sehr geringen Gewicht und den nur so flutschenden Gleitfüßen liegt hier insgesamt ein Eingabegerät vor, das sicherlich einigen Gamern den Alltag versüßen kann.

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