Bas dringt auf mutige Rentenreform

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Bärbel Bas spricht sich für eine Strukturreform bei der Rente aus. Sie sei gespannt, wie offen die Union ist, sagt die Arbeitsministerin – und kritisiert Markus Söder.

14. Januar 2026, 1:09 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa,

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 "Ich erwarte, dass sie einen mutigen Vorschlag macht und nicht nur mit alten Kamellen kommt", sagt Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) über die jüngst eingesetzte Rentenkommission.
"Ich erwarte, dass sie einen mutigen Vorschlag macht und nicht nur mit alten Kamellen kommt", sagt Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) über die jüngst eingesetzte Rentenkommission. © Kay Nietfeld/​dpa

Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) hat sich für eine grundlegende Reform des Rentensystems ausgesprochen. "Ich will eine Strukturreform bei der Rente. Da braucht es wirklich Mut – und den habe ich", sagte Bas dem Stern. Mit Blick auf die jüngst eingesetzte Rentenkommission sagte sie: "Ich erwarte, dass sie einen mutigen Vorschlag macht und nicht nur mit alten Kamellen kommt." 

Nötig sei ein "Modell, wo die Menschen am Ende eines langen Arbeitslebens eine höhere Rente haben und nicht in der Grundsicherung landen, obwohl sie viele Jahre eingezahlt haben", sagte die Ministerin. Zudem müssten Beiträge im Rahmen bleiben. 

Sie sei gespannt, wie groß der Reformwille in der Union sei, sagte Bas und bekräftigte Überlegungen, die Beamten ins gesetzliche Rentensystem mit einzubeziehen. CSU-Chef Markus Söder habe allerdings "schon gesagt, die Beamtenpensionen fasst er nicht an", sagte Bas. Es könne nicht nur darum gehen, "bis 70 zu arbeiten und die Frühverrentung wegzuhauen", kritisierte sie Überlegungen des Koalitionspartners. 

Streit um Rente führte zu Koalitionskrise

Die Bundesregierung hat im Dezember eine Rentenkommission beauftragt, Vorschläge für eine Reform der Alterssicherung auszuarbeiten. Diese soll ihre Arbeit im Januar aufnehmen und bis Ende Juni 2026 Reformvorschläge vorlegen. Sie soll dabei an bereits von der Bundesregierung eingeleitete Maßnahmen anschließen.

Zuvor hatte die Regierung ein erstes Reformpaket für die gesetzliche Rente beschlossen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) setzte die Verabschiedung gegen Widerstände in der eigenen Fraktion mit der von ihm geforderten Kanzlermehrheit durch. In der Unionsfraktion hatte es vor allem von jüngeren Abgeordneten deutliche Kritik gegeben, die Debatte hatte zu einer Krise in der Koalition geführt. 

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