
Bambu Lab hat nach seiner H2-Serie, bestehend aus H2S, H2D sowie H2C, in diesem Jahr auch der P-Serie mit dem P2S ein Nachfolgemodell spendiert. Mit der Ankündigung des neuen Bambu Lab X2D erhält auch die X-Serie eine zweite Generation. Genauer gesagt hat man damit ein Nachfolger-Modell für die X1-Serie aus dem Jahr 2022 parat. Neben weiteren Überarbeitungen und Funktionen, die er aus der H2-Serie erbt, setzt man hierbei erstmals auf ein Dual-Extrusionssystem.
Der X2D erlaubt bei Verwendung einer Einzeldüse ein Bauvolumen von 256 × 256 × 260 Millimetern. Im Dual-Nozzle-Betrieb ist ein leicht reduziertes Volumen von 235,5 x 256 x 256 Millimetern nutzbar. Die Düse kann mit einer Temperatur von bis zu 300 Grad Celsius betrieben werden. Die beheizte Druckkammer kann auf bis zu 65 Grad Celsius erhitzt werden. Dies soll das Drucken diverser (technischer) Materialien, wie ABS, ASA und Nylon ermöglichen – mit minimalem Verziehen und starker Schichthaftung. Dank Frischluftzirkulation des intelligenten Thermosystems soll sich auch PLA sauber und ohne Überhänge drucken lassen.

Herzstück des X2D ist das bereits erwählte Dual-Extrusionssystem. Hierbei setzt man auf ein System mit mechanischem Düsenwechsel. Dabei wird kein zusätzlicher Motor im Druckkopf benötigt. Bei der linken Düse kommt eine klassische Konfiguration mit Direktantrieb zum Einsatz. Sprich, hier ist der Motor direkt am Druckkopf montiert, was einen kurzen Filamentweg und damit eine breite Materialkompatibilität gewährleistet. Bei der rechten Nozzle hingegen arbeitet man mit einer Bowden-Konfiguration. Hierbei wird der Extruder vom Druckkopf getrennt befestigt. Der Motor ist hier an der Rückseite des Druckers montiert und transportiert das Filament über einen längeren Weg. Beide Systeme sind in einem einzigen Druckkopf integriert.
Die Architektur erlaubt es, mit der primären Düse das Modell zu drucken, während die sekundäre Düse Stützstrukturen aus einem anderen Material druckt. Dank Bambu Dynamic Flow Calibration System werden Extrusionsmotor, das Hotend, die Düsen und das Filament in Echtzeit überwacht und Abweichungen gleicht man aus. Die Kalibrierung läuft vor jedem Druck automatisch und ohne Eingriff des Nutzers ab.

Neben den üblichen Möglichkeiten zur Bedienung per App und Co steht ein 5 Zoll großer Touchscreen direkt am Drucker zur Verfügung. Der Drucker bietet eine Live-View-Ansicht mit 1080p sowie eine KI-Erkennung für Fehldrucke an.
Weitere Infos? Im Silent-Modus lässt sich der 3D-Drucker mit einem Geräuschpegel von unter 50 Dezibeln betreiben. Mit dem optionalen Vision-Encoder lässt sich eine Genauigkeit von bis zu 50 Mikrometern erzielen. Bambu Lab setzt auf 31 Sensoren ur Überwachung des Filamentwegs, der thermischen Umgebung und der Sicherheit.
Der Bambu Lab X2D steht ab sofort zum Kostenpunkt von 629 Euro zur Verfügung. Er ist zudem als Combo für einen Preis von 849 Euro zusammen mit dem AMS-System AMS 2 Pro erhältlich.
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1 week ago
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