AWS-Ausfall stört Dienste weltweit

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Mehrere Internetdienste sind derzeit wegen eines Serverproblems beim Konzern Amazon gestört. Zu den betroffenen Apps zählen Snapchat, Roblox, Duolingo und Canva.

Aktualisiert am 20. Oktober 2025, 11:50 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa,

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 Über Amazon Web Services betreiben auch Unternehmen ihre Onlinedienste, die nichts mit Amazon zu tun haben.
Über Amazon Web Services betreiben auch Unternehmen ihre Onlinedienste, die nichts mit Amazon zu tun haben. © Nikolas Kokovlis/​imago images

Serverprobleme beim Internetkonzern Amazon haben bei zahlreichen Onlinediensten weltweit für Störungen gesorgt. "Wir können erhöhte Fehlerraten und Latenzen für mehrere AWS-Dienste in der Region US-EAST-1 bestätigen", teilte der Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS) in einer Statusmeldung auf seiner Website mit. Weitere Stellungnahmen gab es von AWS und Amazon zunächst nicht. Betroffen waren bisher zum einen Amazon-Dienste selbst wie Amazon Music, Prime-Video, Alexa und der zu Paypal gehörende Anbieter Venmo oder das Shoppingportal Amazon.de. Aber auch die größten Unternehmen und Organisationen, darunter Regierungen, Universitäten, Unternehmen und auch die Nachrichtenagentur AP nutzen AWS und meldeten teilweise Probleme. 

Auf dem Portal allestörungen.de waren die Folgen des AWS-Ausfalls bei mehreren Dutzend Anbietern sichtbar. Nutzer meldeten Probleme bei einer Vielzahl beliebter Webseiten, darunter Roblox und Zoom. 

Das auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Start-up Perplexity und die Kryptowährungsbörse Coinbase meldeten ebenfalls Störungen ihrer Dienste, die sie auf AWS zurückführen. "Perplexity ist derzeit nicht verfügbar. Die Ursache dafür ist ein Problem bei AWS. Wir arbeiten daran, das Problem zu beheben", teilte Perplexity-Chef, Aravind Srinivas, auf X mit. Die britische Zeitung The Independent berichtet unter Bezugnahme auf die Tracking-Website Down Detector auch von Problemen bei Snapchat, Roblox, Duolingo und Canva. 

Auch beim Online-Broker Robinhood und der McDonalds-App wurden Störungen registriert. Zu den betroffenen Gaming-Plattformen zählten Fortnite des Unternehmens Epic Games, Roblox, Clash Royale und Clash of Clans.

Erste Maßnahmen zur Behebung der Serverprobleme bereits eingeleitet

AWS erklärte auf einer Webseite, dass die Dienste im Osten der USA gestört seien. Techniker arbeiten demnach daran, die Ursache des Problems zu ermitteln. Mittlerweile seien bereits mögliche Störungsursachen identifiziert worden. Erste Maßnahmen zur Wiederherstellung der Dienste zeigten Erfolge, wie AWS am späten Vormittag mitteleuropäischer Zeit mitteilte.

Amazon Web Services, ein Tochterunternehmen von Amazon, ist einer der weltweit führenden Anbieter von verschiedenen Internet-Infrastrukturdiensten. Unternehmen können dort etwa Speicherkapazität oder Rechenleistung mieten, um ihre Apps und Websites zu betreiben. Auf die Dienste der Amazon-Tochter greifen kleine Start-ups und große Unternehmen zurück, da es einfacher und mitunter günstiger ist, die IT-Ressourcen zu mieten, als selbst Server betreiben zu müssen.

Probleme bei AWS können daher jedoch schnell Auswirkungen auf einen Großteil des restlichen Internets haben und zahlreiche Websites lahmlegen, die möglicherweise gar nichts mit Amazon selbst zu tun haben. 

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert. 

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