
Wer sich im Bereich Self-Hosting tummelt, stolpert früher oder später über die Frage, wie man die eigene Musiksammlung am besten verwaltet und streamt. Plex oder Jellyfin sind da die üblichen Verdächtigen, PlexAmp ist für viele der Goldstandard. Nun taucht mit audiio ein neues Projekt auf, das einen etwas anderen Ansatz wählt und ein wenig an die flexiblen Zeiten des alten Internets erinnern möchte.

Der Entwickler gibt offen zu, dass bei der Erstellung des Codes künstliche Intelligenz massiv unter die Arme gegriffen hat, da die eigenen Programmierkenntnisse begrenzt sind. Das Ziel war eine Lösung, die genau das bietet, was andere Plattformen oft vermissen lassen: Anpassbarkeit und Privatsphäre. Da gebe ich direkt zu bedenken, dass man so etwas wie immer im Hinterkopf behalten sollte. Ein erfahrener Entwickler weiß vermutlich immer etwas mehr, gerade im Bereich der Fehlerbehebung, aber auch, wenn es um Sicherheit geht.
Das Konzept hinter audiio lässt sich als „Plex für Audio“ beschreiben, allerdings mit einem starken Fokus auf Modularität. Es gibt eine Plug-and-Play-Architektur, die es der Community ermöglichen soll, Erweiterungen für Metadaten, Audioquellen, Videos oder Songtexte zu schreiben. Ein weiterer Eckpfeiler sei der Datenschutz.

Es gibt keine zentralen Server, die Nutzerdaten sammeln. Zwar existiert ein Relay für die Web-App, um den Zugriff von außen zu ermöglichen, dieser fungiert aber nur als Vermittler und speichert nichts dauerhaft ab. Wer dem Braten nicht traut, kann das Relay auch durch eine eigene Instanz ersetzen.
Optisch will man weg vom Einheitsbrei. Themes lassen sich bereits anpassen, später sollen ganze Komponenten modular austauschbar sein. Das Ganze ist Open Source, vom Code über die Dokumentation bis hin zum Relay selbst. Der Spaß läuft unter Windows, macOS und Linux. Und ja, die Oberfläche erinnert sicher nicht aus Zufall an Spotify…
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1 month ago
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