
Astropad kennt man eigentlich aus der Ecke Grafik und iPad, jetzt schiebt die Firma mit Workbench ein Remote-Desktop-Tool raus, das sich von klassischer IT-Fernwartung absetzt. Zielgruppe sind Entwickler und Firmen, die KI-Agenten auf Macs laufen lassen und diese zuverlässig überwachen und steuern wollen, ohne ständig vor der Kiste zu sitzen.
Astropad setzt laut eigener Aussage intern stark auf autonome Agenten und ist dabei über ein Problem gestolpert, das viele kennen dürften, die mit solchen Setups spielen. SSH reicht nur bedingt, irgendwelche Telegram-Bots oder improvisierte Dashboards helfen nicht, wenn ein Agent an einem Dialogfenster hängen bleibt, eine Datei im Finder abgelegt werden muss oder ein Prozess optisch geprüft werden soll. Genau da setzt Workbench an. Das Tool liefert ein klares Bild vom entfernten Desktop samt Kontrolle, optimiert für den Blick vom iPhone oder iPad aus.
Technisch greift Astropad auf das eigene LIQUID-Protokoll zurück, das schon aus den Zeichenlösungen bekannt ist. Ziel ist ein scharfes Retina-Bild ohne Matsch. Dazu kommt ein Geräte-Auswahldialog, der Sinn ergibt, wenn mehrere Mac Minis im Regal stehen und jeweils eigene Agenten befeuern.
Das hervorstechende Feature ist aber die Sprachsteuerung. Workbench nutzt Apples Sprachmodell, auf iPhone oder iPad gibt es einen Mikrofon-Button, über den sich Prompts und Befehle einfach einsprechen lassen. Statt mühsam Text über die Bildschirmtastatur zu tippen, landen Anweisungen direkt beim Agenten auf dem Mac. Das verschiebt den Workflow hin zu kurzem Reinschauen, Ansage machen, wieder zu etwas anderem wechseln.
Im Markt trifft Astropad natürlich auf Namen wie RustDesk, Jump Desktop, Parsec oder AnyDesk. CEO Matt Ronge stellt Workbench aber nicht als direkten Ersatz hin, sondern als Werkzeug für einen anderen Job. Die üblichen Remote-Tools zielen stark auf IT-Support, Screen-Sharing oder Gaming, wo Maus und Tastatur dominieren. Workbench ist dagegen mobile-first gedacht, schnelle Checks von unterwegs, Voice-Eingabe, wenige Bedienelemente, Fokus auf Agent-Status statt auf Vollbedienung des Desktops.
Preislich gibt es ein Freikontingent von 20 Minuten am Tag, das für gelegentliche Checks reichen kann. Wer dauerhaft damit arbeitet, landet beim Abo mit 10 US-Dollar im Monat oder 50 US-Dollar im Jahr.
In der Planung stehen laut Astropad Windows- und Linux-Support, außerdem Feinschliff an der iPhone-App. Ziel ist, Workbench als zentrale Schicht über verschiedenen Systemen zu platzieren, egal ob der Agent auf einem Mac Mini, einem Windows-Rechner oder einer Linux-Kiste läuft.
Und bei euch so? Nutzt ihr einen Remote-Zugriff auf eure Kisten? Falls ja, was ist das Werkzeug eurer Wahl?
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1 week ago
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