ARD, ZDF & Co.: Gemeinsamer KI-Kodex für mehr Transparenz

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Foto von Taylor Vick auf Unsplash

ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle haben sich geeinigt und einen gemeinsamen Kodex für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Programm beschlossen. Das Ding umfasst sechs Punkte und soll regeln, wie KI in Redaktionen und Produktionen eingesetzt wird, ohne den öffentlich-rechtlichen Auftrag zu verwässern.

Zentral ist der „Human in the Loop“-Ansatz. Heißt: Entscheidungen mit publizistischer Tragweite liegen weiter beim Menschen, nicht bei der Maschine. KI kann zuarbeiten, sortieren, transkribieren oder Vorschläge machen, die Verantwortung für Inhalte bleibt aber beim Redakteur. Damit soll verhindert werden, dass automatisch erzeugte Texte, Bilder oder Audio-Beiträge unkontrolliert im Programm landen.

Ein weiterer Punkt ist Transparenz. KI-generierte Inhalte sollen klar gekennzeichnet werden, damit das Publikum erkennt, wo Algorithmen im Spiel sind und wo klassisch journalistische Arbeit stattfindet. Die Sender legen zudem fest, wie mit Daten umgegangen wird. Hohe Datenschutz- und Sicherheitsstandards sollen gelten, egal ob es um Trainingsdaten für Modelle oder um Nutzungsdaten aus Mediatheken geht. Mit im Paket steckt auch das Thema Energieeffizienz. Training und Betrieb von KI-Systemen sollen nicht blind Ressourcen verfeuern, sondern nach Möglichkeit sparsam laufen. Das spielt vor allem bei grossen Sprach- und Bildmodellen eine Rolle, die im Hintergrund eine Menge Rechenleistung fressen können.

Die Häuser wollen enger zusammenarbeiten, Know-how teilen und nicht jede KI-Lösung getrennt nebeneinander entwickeln. Das dürfte intern für weniger Doppelarbeit sorgen und die Einführung neuer Tools beschleunigen, ohne dass jeder Sender eigene Regeln strickt. Wer in die Details der sechs Punkte einsteigen will: Der komplette KI-Kodex steht als PDF bei der ARD bereit.

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