Anthropic hält trotz des Kurssturzes bei Tech-Aktien an seinem Börsengang fest und nimmt dafür eine niedrigere Bewertung in Kauf. Laut mehreren Investoren, auf die sich die Financial Times beruft, will der Claude-Entwickler noch vor Thanksgiving an die Börse gehen und dabei 80 bis 100 Milliarden Dollar einsammeln, bei einer Bewertung zwischen 1,25 und 1,75 Billionen Dollar. Das ist mehr als die aktuellen 965 Milliarden Dollar, aber deutlich weniger als die zwei Billionen Dollar, auf die die optimistischsten Investoren gehofft hatten. Aufs Jahr hochgerechnet liegt der Umsatz laut Insidern inzwischen bei rund 81 Milliarden Dollar, nach etwa 65 Milliarden Dollar Ende Juli.
Sorgen über steigende Kreditkosten und die hohen Ausgabenpläne der KI-Firmen hatten diese Woche einen Ausverkauf bei Tech-Aktien ausgelöst. Der Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen, die unter anderem versprochen hatten, den Bau von Rechenzentren zu bremsen, beschleunigte ihn zusätzlich. Der Nasdaq 100 fiel am Donnerstag um 6,4 Prozent, erholte sich am Freitag aber etwas.
Auch Konkurrent OpenAI hat die angestrebte Bewertung seiner Finanzierungsrunde von 1,4 auf 1,25 Billionen Dollar gesenkt und konnte zuletzt nur rund ein Drittel der ursprünglich angestrebten 30 Milliarden Dollar einsammeln.
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