Anthropic verbietet seinem Coding-Assistenten Claude Code, bestehende Videospiele nachzubauen. Mitarbeiter Addy Osmani bestätigte auf X, dass zwei Sätze im Prompt von Claude Code mit Opus 5.5 den Nachbau fremder Spiele verhindern sollen. Mit Claude geistiges Eigentum zu verletzen, verstoße gegen die Nutzungsrichtlinien, so Osmani.
Die Regel gilt seit einigen Tagen und greift auch dann, wenn ein Klon umbenannt oder als Original ausgegeben wird. Eigene Spiele, Genre-Titel und Projekte mit selbst erstellten Assets sollen weiter funktionieren, einige Nutzer berichten jedoch auch von Problemen mit eigenen Projekten.
Hintergrund ist eine Welle KI-gestützter Projekte: Nutzer haben mit Opus 5.5 und GPT-6 Astra Hunderte inoffizielle Browser-Ports bekannter Spiele wie Halo und GTA: Vice City erstellt. Tools wie Reverse Engineer Anything helfen dabei, indem sie in Kombination mit KI‑Agenten native Binärdateien in lesbaren Pseudocode zurückverwandeln. Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt vor allem ein Entwickler, der Teile von Adobes Creative-Cloud-Apps nachbaute, aber auch Sonys Spielekonsole PlayStation 5, für die nach einem Jailbreak rasch Emulatoren entstanden.
Nach Bildern und Videos erreicht der Streit um geistiges Eigentum damit zunehmend Software. Osmani kündigte an, die Regeln weiter anzupassen.
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