Anthropic berät sich mit Kanzleien, damit KI-Agenten künftig Preise und Verträge aushandeln

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Anthropic sucht nach Wegen, wie KI-Agenten künftig im Auftrag von Nutzern verhandeln können. Laut Financial Times berät sich das Unternehmen mit Anwaltskanzleien, um faire Verhandlungsnormen für KI-Agenten zu entwickeln, die etwa Preise aushandeln, Beschwerden lösen oder Vertragsangebote verbessern sollen. In Experimenten zeigte Anthropic bereits, dass stärkere KI-Modelle besser verhandeln, was zu gesellschaftlichem Ungleichgewicht beitragen könnte.

Parallel sucht Anthropic Conceptual Reasoning Fellows, darunter explizit Anwälte. Forscher Justin Curl wirbt um Juristen: Recht sei ein Feld, in dem Qualität besonders schwer zu definieren sei. Die Fellows sollen vier Monate lang Claude auf Urteilsfragen in Recht, Philosophie, Kognitionswissenschaft, Wirtschaft und Politik testen. Die Vergütung liegt bei 100.000 bis 167.000 Dollar nur für diesen Zeitraum.

Dahinter steckt ein grundlegendes Datenproblem: In Mathematik und Code lassen sich KI-Modelle leicht verbessern, weil überprüfbare Daten reichlich vorhanden sind oder sich gut generieren lassen. In den Geisteswissenschaften fehlen solche Daten, auch, weil hier richtig und falsch häufig nicht eindeutig ist. Anthropic benötigt daher Fachleute, die Testfälle und Bewertungen erstellen, um Claude in diesen Domänen zu stärken.

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