Android-Apps: Entwickler von Sideload-Apps müssen sich verifizieren

4 months ago 6

Google verschärft die Sicherheitsanforderungen für Android-Apps. Ab September 2026 müssen sich Entwickler verifizieren lassen, bevor ihre Apps auf zertifizierten Android-Geräten installiert werden können. Die Maßnahme startet zunächst in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand.

Die Analyse des Android-Teams zeigt, dass Apps aus dem Internet (also der Sideload) ein 50-fach höheres Malware-Risiko aufweisen als Anwendungen aus dem Google Play Store. Suzanne Frey, VP für Product, Trust & Growth bei Android, vergleicht das neue Verfahren mit einer Ausweiskontrolle am Flughafen: Die Identität wird überprüft, der Inhalt des Gepäcks bleibt davon unberührt. Für die Umsetzung entwickelt Google eine neue Android Developer Console. Sie richtet sich an Entwickler, die ihre Apps außerhalb des Play Stores vertreiben. Hobby-Entwickler und Studenten erhalten eine separate Version der Konsole mit angepassten Anforderungen.

Die Einführung erfolgt schrittweise: Im Oktober 2025 beginnt die Early-Access-Phase. Ab März 2026 können sich alle Entwickler verifizieren lassen. Die verbindliche Einführung startet im September 2026 in den genannten Ländern. Eine weltweite Ausweitung ist für 2027 geplant. Die Brasilianische Bankenvereinigung FEBRABAN und Regierungsbehörden in Indonesien und Thailand unterstützen die Initiative. Sie sehen darin einen ausgewogenen Ansatz zum Schutz der Nutzer bei gleichzeitiger Wahrung der Offenheit des Android-Systems. Entwickler, die bereits im Play Store aktiv sind, erfüllen die Verifizierungsanforderungen durch ihre bestehende Play-Console-Registrierung. Die Möglichkeit zum Sideloading und die Nutzung alternativer App Stores bleiben erhalten.

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