Android 17 soll für weniger Ruckler bei der Bedienung sorgen

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Wer ein Android-Smartphone nutzt, kennt das Gefühl eventuell: Man wischt durch Menüs, springt zwischen Apps hin und her, und irgendwas fühlt sich trotz viel RAM und 120 Hz nicht ganz rund an. Kein Absturz, kein Fehler, aber das Scrollen stockt kurz, eine Animation ruckelt. Das liegt oft an sogenannten Dropped Frames, also Bildern, die das System nicht rechtzeitig berechnen konnte. Mit Android 17 will Google genau da ansetzen.

Im Android Developer Blog hat Google eine recht technische Erklärung veröffentlicht, was sich unter der Haube ändert. Im Kern geht es um die sogenannte MessageQueue, ein zentrales Bauteil im System, über das Apps ihre Benutzeroberfläche darstellen. Das Problem bisher: Wenn ein Software-Thread mit der Queue arbeitet, sperrt er sie komplett für andere Threads. Die müssen dann warten, bis die Sperre wieder aufgehoben wird. Dauert das zu lange, schaffen es wichtige Prozesse nicht rechtzeitig – und das Ergebnis sieht man als Ruckler auf dem Bildschirm.

Die Lösung in Android 17 nennt sich dann „DeliQueue“. Statt die gesamte Queue zu blockieren, arbeitet das neue System mit feiner abgestuften Einschränkungen auf bestimmte Speicherbereiche. Threads müssen also nicht mehr untätig „herumstehen“ und auf andere warten, sondern können parallel weiterarbeiten. Google vergleicht das mit einer Theke in einem Feinkostladen: Man zieht eine Nummer, aber die Reihenfolge, in der bedient wird, muss nicht zwingend der Reihenfolge entsprechen, in der man angekommen ist.

In Googles eigenen Tests hat das neue System angeblich zu einer Reduktion von ausgelassenen Frames um 4 Prozent in Apps geführt. Bei der System- und Launcher-Oberfläche waren es sogar 7,7 Prozent. Das klingt auf dem Papier nicht nach einer Revolution, aber in der Praxis macht sich so etwas durchaus bemerkbar, gerade beim alltäglichen Wischen und Scrollen. Außerdem sollen Apps etwas schneller starten.

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