Amazfit hat mit der Active Max Ende 2025 eine neue Smartwatch vorgestellt. Eigentlich wollte ich euch zeitnah zum Launch einen Test präsentieren, doch leider ging das Muster auf dem Postweg verloren. Inzwischen liegt mir das Wearable dann aber doch vor. So konnte ich einige Wochen mit der Amazfit Active Max verbringen und größtenteils positive Erfahrungen sammeln.
Die Amazfit Active Max ist bis 5 ATM wasserdicht und integriert sowohl einen Lautsprecher als auch ein Mikrofon zur Sprachsteuerung. Die Bedienung erfolgt, wie bei anderen Modellen des Herstellers, sowohl über den Touchscreen als auch über zwei Tasten an der rechten Seite des Aluminiumgehäuses. Das „Max“ im Modellnamen soll dabei verdeutlichen, dass sich die neue Smartwatch noch oberhalb der Active 2 und Active 2 Premium platziert, auch wenn die Namensgebung etwas unglücklich sein mag.
| Display | 1,5″ AMOLED, 480 x 480 Pixel, 3.000 Nits Helligkeit |
| Speicher | 4 GB interner Speicher (für Podcasts & Karten) |
| Akkulaufzeit | Bis zu 25 Tage |
| GPS / Navigation | 5-Satelliten-System, Offline-Karten (inkl. Höhenlinien) |
| Sportmodi | Über 170 Modi, inkl. automatischer Wiederholungs-/Satz-/Pausenerkennung bei 25 Kraftübungen |
| Coaching | Zepp Coach (KI-gestützte Trainingspläne), Laufpläne (3 km bis Marathon) |
| Gesundheitssensoren | BioTracker für Herzfrequenz, SpO2, Stress, Schlaf; BioCharge Energieüberwachung |
| Schlaftracking | RestoreIQ Algorithmus, Schlafstadien, Atemmuster, Nickerchen |
| Schnellmessung | Ein-Klick-Messung für HF, Stress, SpO2, Atemfrequenz (45 Sekunden) |
| Konnektivität | Bluetooth für Brustgurte, Leistungsmesser, Action-Kameras, Sensoren |
| Bezahlen | Zepp Pay (NFC, bis zu 8 Karten) |
| Bedienung | Zepp Flow Sprachsteuerung, digitale QWERTZ-Tastatur, zwei Tasten |
| Gehäuse | Aluminiumgehäuse, schwenkbare Ösen, Mikrofon, Lautsprecher |
| Besondere Apps | Komoot, Strava, Relive, TrainingPeaks, Wild.AI |
| Lieferumfang | Smartwatch, Ladeschale, Anleitung, Armband |
So bietet die Amazfit Active etwa noch mehr Sportmodi, 170 statt „nur“ 160. Ganz wesentlich ist aber, dass die Active Max den Speicherplatz drastisch erweitert – auf 4 GByte. Somit könnt ihr hier deutlich mehr Podcasts für die Offline-Nutzung vorhalten – gilt natürlich auch für Landkarten. Ebenfalls ist ein mächtigerer Akku verbaut, der nun eine Laufzeit von bis zu 25 Tagen ermöglicht. Das sind schon starke Ansagen. Mehr erfahrt ihr im Übrigen auch noch auf der offiziellen Produktseite.
Ausstattung und Verarbeitung der Amazfit Active Max
Die Amazfit Active Max ist weder ein Ableger der ersten Generation noch ein direkter Nachfolger der Active 2. Eher sollte man diese Smartwatch als einen Schritt zur Seite betrachten, weswegen sie eigentlich passenderweise Active 2 Max hätte betitelt werden können. Aufgrund des aufgestockten Akkus ist das neue Wearable mit 39 g (ohne Armband) schwerer als die Geschwistermodelle. Doch neben dem bereits erwähnten Akku und Speicherplatz gibt es noch ein weiteres Upgrade: Das AMOLED-Display wird 3.000 Nits hell – die Active 2 schafft „nur“ maximal 2.000 Nits. Obendrein löst der Screen etwas höher auf. Auch bei hellem Sonnenlicht, wie wir es aktuell aber eher selten erleben, ist der Bildschirm sehr gut erkennbar.
Obacht übrigens bei der Angabe, dass die Amazfit Active Max 4 GByte Speicherplatz mitbringt. Das ist formal zwar korrekt, ab Werk sind aber nur ca. 2,8 GByte frei. Der Rest wird schon von Zepp OS 5 und den Standard-Apps und Watchfaces belegt. Obendrein muss ich erwähnen, dass die Watch keine Wi-Fi-Verbindung bietet. Übertragt ihr also Karten oder Podcasts auf das Wearable, dann muss das per Bluetooth geschehen – das kann also dauern. Innerhalb der EU unterstützt die Active Max allerdings keinen Offline-Musikkonsum – nur Podcasts. Dafür müsst ihr die Regionseinstellungen ändern, was natürlich nerven kann.
Die Verarbeitung der Amazfit Active Max erinnert sehr an die Geschwistermodelle, was auch für die Bedienung gilt. So habe ich euch Zepp OS 5 und die Zepp-Begleit-App ja schon mehrfach vorgestellt. Dass hier nun noch mehr exotische Sportmodi an Bord sind, ist natürlich nett, wird aber wohl nur wenigen Usern weiterhelfen. Selbiges gilt aus meiner Sicht auch für die KI-Spielereien, die ihr euch auch komfortabler bei externen Lösungen abholen könnt. Einen kleinen Vorteil gegenüber der Active 2 gibt es im Übrigen bei den Offline-Karten: Hier könnt ihr jetzt auch Varianten mit Höhenlinien nutzen.
Praxistest
Die Amazfit Active Max erweist sich im Alltag als kleine Evolution der Active 2. Wobei sich das erhöhte Gewicht meines Erachtens im Alltag durchaus bemerkbar macht. Allerdings bin ich auch kein regelmäßiger Uhrenträger, sodass mich schnell „Ballast“ am Handgelenk stört. Im Übrigen könnt ihr die Smartwatch natürlich wieder mit zusätzlichen Apps und Watchfaces personalisieren – einige sind kostenlos, andere kostenpflichtig. Amazfit wirbt auch damit, dass die Active Max beim Krafttraining 25 Übungen automatisch erkennen soll.
Ich habe aber im Fitnessstudio immer noch das Problem, dass man das Tracking nicht sinnvoll nutzen kann. Wähle ich Krafttraining, kann ich manche Übungen korrekt erfassen lassen, andere werden aber nicht als Wiederholungen eingerechnet. Ich müsste also für jede der unterschiedlichen Übungen wie das Rudergerät oder den Stepper einzelne Trackings starten / beenden. Ist natürlich je nach Gerät teilweise möglich, wird aber vielen sicherlich „zu blöd“ sein, wenn sie nicht ständig an der Uhr herumspielen möchten und oft die Geräte wechseln.
Zepp OS bleibt dabei ein verständliches System. Vom Homescreen aus wischt ihr z. B. nach rechts um, um anschließend einzelne Bereiche wie BioCharge, die Wetterinformationen oder die aktuelle Herzfrequenz durchzugehen. Der obere Button an der rechten Seite kann euch dabei per Klick auf den Homescreen zurückführen. Die untere Taste öffnet die Workout-Auswahl. Auch kontaktlose Zahlungen sind grundsätzlich über die Amazfit Active Max möglich – allerdings nur via Curve.
Klar, dass die Smartwatch auch euren Schlaf tracken kann, was auch ganz gut funktioniert, auch wenn Wachphasen bei mir nicht immer korrekt erkannt worden sind. Vorbildlich funktioniert auch wieder die Standorterkennung, die in meinem Testzeitraum meine Laufstrecken am östlichen Rand von Hamburg zuverlässig erfasst hat. Aber: Die Balance-Modelle sind da dank Dual-Band-GPS noch etwas zuverlässiger und genauer, das kann also je nach Umgebung eine Rolle für euch spielen.
Ansonsten setzt Amazfit weiterhin auf seine etwas undurchsichtige BioCharge-Metrik, die man sich aus euren Aktivitäten und Schlafdaten zusammenschustert. Da müsst ihr selbst entscheiden, wie viel ihr auf diesen Wert gebt, der vor allem auf einen schnellen Blick einen Fingerzeig auf euren Fitnesszustand geben soll. Im Übrigen arbeitet der Pulsmesser nach meinem Eindruck recht genau. Was für ein Intervall ihr hier für Messungen einstellt, wirkt sich im Übrigen direkt auf die Laufzeit aus.
So könnt ihr sicherlich die 25 Tage erreichen, wenn der Herzschlag z. B. nur alle 5 Minuten gemessen wird, ihr kein Always-On-Display nutzt und die Standorterkennung euch eher selten begleitet. Realistischer dürften aber bei vielen Trägern des Wearables z. B. zwei Wochen sein – was immer noch extrem stark ist.
Mein Fazit
Die Amazfit Active Max ist eine dezente Evolution der Active 2. Mit längerer Akkulaufzeit, erhöhtem Speicherplatz und hellerem Screen ist sie dem Geschwistermodell auf jeden Fall überlegen – kostet aber folgerichtig auch etwas mehr. An die Balance 2 kommt sie aber natürlich nicht heran, denn beispielsweise fehlt hier Dual-Band-GPS für eine genauere Standorterkennung. Auch auf Wi-Fi müsst ihr verzichten, was das Übertragen von Updates, Podcasts und Offline-Karten in die Länge zieht.
Ob ihr für die Active Max den Aufpreis gegenüber der Active 2 zahlen mögt, wird davon abhängen, ob ihr direkt von den genannten Funktionen profitiert – oder nicht lieber doch gleich zu z. B. einem Balance-Modell greift. Auch gibt es hier weiterhin Einschränkungen bei etwa kontaktlosen Zahlungen, sodass für manche Anwender auch ein Modell mit Wear OS vielleicht die bessere Wahl bleibt.
Wer es vor allem auf die Gesundheits- und Fitnessfunktionen abgesehen hat und ein ausgereiftes Wearable zum fairen Preis sucht, wird mit der Amazfit Active Max allerdings sehr gut versorgt – vor allem, was die beeindruckende Laufzeit betrifft.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

1 week ago
4








