
Bei den Passwortmanagern ist eigentlich immer viel Bewegung drin. Da gibt es neue Funktionen hier und da – und auch beim Preis bewegt sich gelegentlich was. So wurde unter anderem das Premium-Abo von Bitwarden neulich teurer. Kommentatoren empfinden den Gesamtpreis noch als fair, doch rein prozentual gesehen, war das schon eine heftige Steigerung.
Wer den Markt verfolgt, weiß: Die Auswahl ist groß, aber oft muss man Kompromisse bei den Kosten, dem Serverstandort oder der Quelloffenheit machen. Ich hatte in den letzten Jahren schon so ziemlich alles in der Mache, das findet ihr ja alles im Archiv dieses Blogs. Unter anderem findet man Enpass, 1Password, Bitwarden, KeePassium, Strongbox und die ganzen KeePass-Derivate vor. Nun der kleine Hinweis auf AliasVault.
Entgegen Bitwarden kostet AliasVault derzeit kein Geld, kann aber wie der große Bruder wahlweise auch lokal gehostet werden. Ein interessanter Punkt für die Transparenz-Fans unter euch: Im Vergleich zu vielen anderen Projekten ist hier nicht nur der Client, sondern alles Open Source. Ansonsten ist vieles mit drin, was man so braucht. Passkeys-Unterstützung, 2FA-Generator und sogar E-Mail-Aliase (und da habt ihr gar eine integrierte Empfangsmöglichkeit, das Ganze ist gar mehr eine komplette Identitätsverwaltung). Passwort-Sharing soll noch folgen. Schaut einfach mal ins Feature-Setup.
Datenschutz und Standorte
Ein echtes Argument für viele Nutzer hierzulande: Die Server für den (optionalen) Cloud-Abgleich stehen in Deutschland und sind somit DSGVO-konform. Das ist ein Vorteil gegenüber anderen Produkten, bei denen man sich oft selbst um einen sicheren Sync-Weg (wie WebDAV oder Dropbox) kümmern muss.
Apps und Verfügbarkeit
Was nützt der beste Tresor, wenn man unterwegs nicht herankommt? AliasVault ist für die kurze Entwicklungszeit schon erstaunlich breit aufgestellt:
- iOS: App Store
- Android: Google Play Store
- Browser: Chrome, Firefox, Safari
Wer gerne unter die Haube schaut, findet das Projekt natürlich auch auf GitHub. Die offizielle Anlaufstelle ist die AliasVault-Homepage. Erster Eindruck: Es ist erstaunlich, wie weit das Tool in der kurzen Zeit schon gekommen ist. Es wirkt hier und da zwar noch etwas ungeschliffen (völlig normal in diesem Stadium), funktioniert aber hinsichtlich der vorhandenen Features bereits überraschend gut.
Leichter Umstieg
Besonders praktisch finde ich die Import-Funktion. Diese erlaubt einen leichten Umstieg von unfassbar vielen Alternativen. Man muss also nicht bei Null anfangen, wenn man AliasVault mal eine Chance geben möchte.

Schaut es euch einmal an, ihr müsst ja nicht gleich all-in gehen. Ein kurzer Blick und etwas Rumspielerei schadet ja nicht. Und wie zuvor erwähnt, neben dem Passwort-Gedöns bekommt ihr ja noch Aliase und so angeboten, ein echt fetter Mehrwert.
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1 month ago
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