
Obwohl in der Nachbarschaft und bei uns mit Kanonen auf Spatzen geschossen, habe ich mir mal den Scuba X1 Pro Max von Aiper anschauen können, einen Poolreinigungsroboter, der mir auf Leihbasis zur Verfügung gestellt wurde.

Der Bericht erfolgt nach rund vier Wochen des Tests, mit zahlreichen Reinigungsdurchläufen, mit fast genau so vielen Firmware-Updates. Natürlich arbeitet der Aiper Scuba X1 Pro Max (Webseite mit technischen Informationen) auch in kleinen Rundpools, aber das sind die erwähnten Kanonen auf Spatzen, denn das smarte Ding präsentiert sich eher für größere Anlagen, bis 30 Meter Länge / 300 Quadratmeter werden angegeben.

Grundsätzlich ist der Poolroboter ein Alleskönner, er ist für Boden, Wände und Wasserlinie zu gebrauchen. Er ist smart und lässt sich per App steuern. Das funktioniert allerdings nur, solange er nicht abgetaucht ist.

Es gibt wohl noch Möglichkeiten der Unterwasserkommunikation, da zahlt ihr allerdings 250 Euro extra.

Grundsätzlich ist der Scuba X1 Pro Max ein großes Gerät, was kabellos durch euren Pool schippert. Geladen und aufbewahrt wird in einer Station, die ein wenig Platz in eurem Pool-Häuschen oder im Gartenhaus einnimmt.

Auf diese muss der Robo übrigens jedes Mal, wenn ein Firmware-Update naht. Hat man die Station nicht im WLAN, dann muss sie eben in eines gebracht werden. Berg, Prophet und so…

Der erste Eindruck des Scuba X1 Pro Max war solide. Kunststoff, allerdings glänzend. Die Inbetriebnahme über die App war super simpel, der Gebrauch auch. Neben der App-Steuerung gibt es auch einen Schwung Bedientasten auf dem Scuba X1 Pro Max selbst. Die App selbst benötigt man nicht zwingend, allerdings kann man nur über diese eine Kartierung durchführen und auch die Firmware-Updates einspielen.

Im Innern des Poolroboters bekommt ihr einen großzügig bemessenen Filter (3,5 Liter). Im Lieferumfang ist auch ein MicroMesh Ultrafeinfilter enthalten, den könnt ihr nehmen, wenn besonders fein gereinigt werden soll.


Persönliche Meinung ist bei uns, dass der normale Filter auf jeden Fall ausreicht, der hat schon ordentlich Zeug von Boden, Wänden und von der Wasserlinie genommen.

Aiper verbaut 40 Sensoren und 9 Motoren, laut des Unternehmens bietet man eine Saugleistung von 8.500 GPH und eine Durchflussrate von 32.000 LPH. Für große Pools ist bezüglich der Laufleistung bis 300 Minuten am Boden und bis zu 600 Minuten an der Oberfläche der Betrieb möglich. Der mehrfache Durchlauf in einem kleineren Pool scheint das zu bestätigen, allerdings funktioniert das nur, wenn man nicht volle Pulle reinigt, der Scuba hat ja mehrere Modi.

Meine Frau, Schwimmlehrerin, Wassernixe und ehemalige Leistungsschwimmerin, hat offensichtlich Gefallen an dieser Art von Geräten. Noch nie habe ich erlebt, dass sie sich so um Firmwareupdates gekümmert hat.

Sie war von der Reinigungsleistung extrem beeindruckt, was relativ simpel ist, wenn man vorher mit klassischem Poolsauger unterwegs war. Was vorher mit Ausnahmen sauber war, war nun wirklich rein, was für den Scuba X1 Pro Max spricht.

Wobei man vermutlich in dieser Preisklasse nichts anderes erwarten kann. Grundsätzlich ist es so, dass man nach längerer Abstinenz eher den Powermodus nutzt, während man bei regelmäßiger Reinigung wirklich den Eco-Modus anwerfen kann. Was er wie lange reinigt, ist in der App einstellbar.

Nach erledigter Arbeit sollte man den verbauten Filter entnehmen, reinigen und trocknen. Das geht ganz einfach über eine Klappe und zwei Clips. Zu hoffen ist, dass der Kunststoff-Clip langlebig ist und niemals abbricht. Hier frage ich mich, ob man nicht eine andere Lösung hätte finden können.

Würde man weiterhin kritisieren wollen, dann könnte man sagen, dass die App vielleicht genauer lokalisiert werden müsste, da manche Punkte nicht vollständig lesbar sind. Aber das sind Kleinigkeiten. Die Häufigkeit der Updates spricht aktuell für sich. Schön fände ich es auch, wenn es direkte Verbindungsmöglichkeiten lokaler Art abseits eines WLANs geben würde.
Unter dem Strich bleibt, dass der Aiper Scuba X1 Pro Max in unserem Fall eine sehr gute Leistung erbracht hat. Dafür muss man auch tief in die Tasche greifen – vermutlich kein Problem, wenn man einen gepflegten Pool entsprechender Größe bewirtschaften möchte. Das Unternehmen bietet, wie viele andere Hersteller auch, kleinere, wesentlich günstigere Modelle an. Bei Interesse empfiehlt sich eine Preisbeobachtung, wie bei vielen anderen Haushaltsrobotern auch, sind solche Poolroboter oftmals im Sale. Ansonsten empfiehlt sich auch das antizyklische Kaufen.
Abschließend: Ich habe das Gerät für diesen Test leihweise erhalten. Ich habe keinen direkten Vergleich, was ich hier transparent erwähnen möchte. Pooltreppen konnte ich nicht testen. Ich kann lediglich für dieses Modell die App, die Nutzung, erbrachte Leistung, etwaige Auffälligkeiten und die Verarbeitungsqualität beurteilen. Bei Interesse schaut auf diese Seite des Herstellers. Und wer weiß – vielleicht werde ich ja nun häufiger zu Poolparty eingeladen, wenn ich den Hobel mitbringe 🙂
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6 months ago
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