Aiper IrriSense: Intelligente Gartenbewässerung mit Kartierungsfunktion

5 months ago 7

Der Garten kann im Sommer viel Arbeit machen. Wobei das bei uns eigentlich nicht der Fall ist, wir achten auf Ecken, die für Insekten und andere Tiere Schutz und Nahrung bieten, da muss quasi nur einmal im Jahr etwas getan werden. Allerdings kostet die Bewässerung, gerade in diesem Jahr, etwas Zeit. Unter der Hecke habe ich einen gelöcherten Schlauch verlegt, der auf Zuruf wässert. Beim Rasen sieht es anders aus, da habe ich kein Bewässerungssystem, das muss dann von Hand gemacht werden, wenn die Natur nicht nachkommt. Da war ich schon wieder mal ganz neugierig, etwas testen zu können – allerdings nichts Unterirdisches.

Mit dem Aiper IrriSense kommt ein smarter Sprinkler auf den Markt, der die Bewässerung deutlich vereinfachen soll. Das Gerät wurde bereits auf der CES 2025 präsentiert. Was das Ganze überhaupt ist? Der säulenförmige Sprinkler aus Kunststoff verfügt über einen Rotationskopf mit integriertem Wasserdruckmesser und einer nach vorne gerichteten Düse. Eine LED-Leuchte mit Funktionstaste und Regensensor sitzt auf der Rückseite. Im unteren Bereich befinden sich die Anschlüsse für Wasser und Strom sowie eine Lösungskammer für optionale Düngemittel.

Irgendwas mit Kondenswasser innen….

Nach der Befestigung im Boden mittels Verankerung und Heringen wird der Sprinkler per Schnellverbinder an einen Gartenschlauch (mindestens 16 mm Durchmesser) angeschlossen. Die Stromversorgung erfolgt über ein 10 Meter langes Kabel mit wasserdichtem Anschluss.

Über die Aiper-App lässt sich der IrriSense einrichten und steuern. Nach der WLAN- / Bluetooth-Kopplung kann eine detaillierte Bewässerungskarte erstellt werden. Dafür fährt man mit dem Wasserstrahl die Rasenfläche ab und setzt Markierungspunkte. Das ist wirklich geil, ihr könnt einstellen, wie weit das Wasser an welchen Punkt gelangen soll. Träumchen. O-Ton meiner Frau: Das Einrichten in der App war gar nicht mal so gut realisiert (komisches Joypad etc.), aber gut machbar. Der Sprinkler deckt dabei eine Sprühdistanz von maximal 12 Metern ab. Muss am Wasserdruck bei mir liegen, so weit kam ich nicht.

Da seht ihr schon, dass das vielleicht, je nach Standort, etwas wenig sein kann. Wir haben beispielsweise einen schmalen, aber langen Rasen. Und da bauen wir so ein System halt außen an, und nicht mittig auf dem Rasen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand das mittig auf dem Rasen langfristig platziert, zumal ja noch der Schlauch und das Stromkabel auf dem Rasen liegen würden. Aber wer hat schon so einen großen Garten?

Ist die Kartierung abgeschlossen, erstellt die App einen Bewässerungsplan. Der IrriSense bewässert dann automatisch von außen nach innen, zunächst die Randbereiche, dann die innenliegenden Flächen. Ein integrierter Regensensor unterbricht die Bewässerung bei Niederschlag nach 5 Minuten. Das klappt auch alles sehr gut, da habe ich absolut nichts zu meckern.

Der Sprinkler selbst arbeitet mit einem Wasserdruck von 0,31 bis 0,69 MPa bei einer Durchflussrate von 26 Litern pro Minute. Die UV-beständige Konstruktion ist nach IPX6 wasserdicht. Mit einer Lautstärke unter 60 dBA arbeitet das Gerät angenehm leise.

Praktische Features wie automatische Ventilabschaltung, Winterentwässerung und ein Rückschlagventil mit Filter machen den IrriSense aus meiner Sicht grundsätzlich zu einem durchdachten Helfer für die smarte Gartenbewässerung. Allerdings ruft das Unternehmen einen Preis von 649 Euro aus. Der Preis, gepaart mit der Tatsache, dass man auch dieses Produkt verstauen muss, wenn man es nicht dauernd mittig auf dem Rasen haben möchte, macht ihn für mich zu einem Produkt, wo ich schon nachdenken muss, wo sich das Ganze wirklich platziert. Wie gesagt, für mich – einen Preis bewertet jeder anders.

Es kann Gärten geben, wo das genau passt. Und gerade das passgenaue Besprühen ist ziemlich gut und spart auch Wasser. Andererseits: Da kann man sich unter Umständen eher überlegen, ein Sprinklersystem zu verbauen. Klar, ist einmalig mehr Arbeit, vor allem der für das Platzieren der Verlegerohre nötige Bodenaushub kann anstrengend sein – und kosten tut es auch. Alternativ, wenn temporär liegende Schläuche nicht stören, tut es auch ein Impuls-, Kreis- und Sektorenregner, wenn man Lust, Laune und Zeit hat, das selbst zu erledigen.

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